pts19970213001 in Business
Hostasch: "Mehr Förderungsmittel als je zuvor"
Ausgliederung des AMS hat sich bewährt
Wien (pts001/13.02.1997/13:54)
Sozialministerin Eleonora Hostasch führte gestern, Mittwoch, ihr erstes Arbeitsgespräch mit dem Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice (AMS), das seit 1994 als eigenständiger Dienstleistungsbetrieb eingerichtet ist. "Die konstruktive Zusammenarbeit der Sozialpartner im Arbeitsmarktservice ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Arbeit dieses Unternehmens, das angesichts der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt permanent gefordert ist", betonte Hostasch vor dem Gremium. Das Modell der Ausgliederung, mit dem flexiblere und dezentrale Entscheidungsstrukturen geschaffen und die Sozialpartner in die Verantwortung eingebunden wurden, habe sich bewährt. "Es geht von der richtigen Überlegung aus, daß eine wirkungsvolle Arbeitsmarktpolitik nur in enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Regierung sowie unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede und Besonderheiten möglich ist", sagte Hostasch.Hostasch betonte, die Schwerpunktsetzung in der aktiven Arbeitsmarktpolitik "stimme", sie müsse jetzt konsequent umgesetzt werden. Besonderes Augenmerk sei auf Förderungsmaßnahmen für Jugendliche, Frauen, behinderte Personen und für Langzeitarbeitslose zu legen. Wichtig sei ihr zudem, daß die Serviceleistungen für Betriebe ausgebaut werden. Um besonders der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, werden nun gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice ergänzende Aktivitäten und Unterstützungsmöglichkeiten erarbeitet, gab die Sozialministerin bekannt.
Ausdrücklich begrüßte Hostasch, daß der Verwaltungsrat gestern die neue Förderung für Langzeitarbeitslose (die sogenannte "Besondere Eingliederungsbeihilfe") beschlossen hat. Mit der Umschichtung finanzieller Mittel von der "passiven Existenzsicherung" hin zur "aktiven Integrationsförderung" würden langzeitarbeitslose Menschen künftig größere Chancen haben, wieder in das Berufsleben integriert zu werden, sagte die Sozialministerin. Langzeitarbeitslose sollen durch dieses neue Förderungsinstrument entweder direkt am "ersten Arbeitsmarkt" oder auf gemeinnützigen Arbeitsplätzen Beschäftigung finden. Hostasch betonte gleichzeitig, daß aber niemand zur Aufnahme einer gemeinnützigen Beschäftigung gezwungen werde. Außerdem müsse jeder dieser Arbeitsplätze mindestens kollektivvertraglich entlohnt und sozialversicherungs- und arbeitsrechtlich voll abgesichert sein.
Hostasch betonte weiters, daß für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Jahr 1997 mit insgesamt rund 7,5 Milliarden Schilling mehr Mittel als je zuvor zur Verfügung stehen. Schon im vergangen Jahr hat es trotz der notwendigen Budgetkonsolidierung ein "Rekordbudget" von 6,5 Milliarden Schilling für die Aktive Arbeitsmarktpolitik gegeben. (Ende)
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