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Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

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pts19980203011 in Business

Hostasch : Anstieg der Beschäftigung und Rückgang der Arbeitslosigkeit

Bauarbeitslosigkeit lag unter dem Vorjahresniveau


Wien (pts011/03.02.1998/13:20)

"Die jüngsten Arbeitsmarktdaten bieten zwar keinen Anlaß zur Euphorie, es ist jedoch ein deutlich positiver Trend am Arbeitsmarkt festzustellen", erklärte Sozialministerin Lore Hostasch heute, Dienstag, anläßlich der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten zum Stichtag Ende Jänner 1998.

Auf dem Arbeitsmarkt werden die positiven Effekte der Konjunkturbelebung sichtbar. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten lag Ende Jänner 1998 bei 2.992.949 (davon 1.673.272 Männer und Frauen 1.319.677). Der Anstieg der Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr hielt mit einer Zunahme von 18.620 Personen oder 0,63 Prozent weiter an. Gegenüber Dezember 1997 ging die Zahl der Beschäftigten jedoch um 31.771 oder 1,05 Prozent zurück.

Bei den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice waren Ende Jänner 301.480 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies bedeutet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 502 Personen oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat gab es eine saisonal bedingte Zunahme der Arbeitslosigkeit um 32.133 oder 11,9 Prozent. Der saisonal bedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich verflacht.

Die nationale Arbeitslosenquote blieb Ende Jänner mit 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Fortschreibung der nach EU-Kriterien ermittelten Arbeitslosenquote durch das Arbeitsmarktservice ergab für Jänner 1998 eine saisonbereinigte vorläufige Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent. Im internationalen Vergleich behält Österreich damit seine sehr gute Position. Innerhalb der EU lag nur Luxemburg mit 3,7 Prozent besser.

Ende Jänner sank die Zahl der Arbeitslosen aus Produktionsberufen im Vergleich zum Vorjahr um 6.369 Personen oder 4,1 Prozent. Dies geht auf die rückläufige Arbeitslosigkeit in den Bauberufen (minus 4.412 oder 6,8 Prozent) und in den Metall- und Elektroberufen (minus 1.039 oder 3,2 Prozent) zurück. In den Dienstleistungsberufen stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5.837 oder 4,2 %. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren vor allem Büro-, Handels-, Fremdenverkehrs- und Reinigungsberufe betroffen.

Die Arbeitslosigkeit der Männer lag Ende Jänner bei 190.927, die der Frauen bei 110.553. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der arbeitslosen Männer um 4.526 oder 2,3 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg um 4.024 oder 3,8 Prozent. Der Anstieg geht auf die steigende Arbeitslosigkeit im Bereich der Büro-, Handels-, Reinigungs- und Fremdenverkehrsberufe zurück.

Ende Jänner waren bei den regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice 41.388 arbeitslose ausländische Personen gemeldet, was einem Anteil von 13,7 Prozent an allen Arbeitslosen entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 656 Personen oder 1,6 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit weiterhin rückläufig

Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit hielt weiter an. Ende Jänner sank die Zahl der arbeitsuchenden Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren um 2.148 oder 4,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit der 25- bis unter 30-Jährigen ging um 2.757 oder 5,9 Prozent zurück. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen von 5.922 Personen oder 12,1 Prozent wurde durch den Rückgang der übrigen Altersgruppen mehr als kompensiert.

Der Lehrstellenmarkt hat sich weiter entspannt. 1.888 Lehrstellensuchende konnten vom Arbeitsmarktservice im Laufe des Monats vermittelt werden. Ende Jänner waren beim Arbeitsmarktservice 3.662 Lehrstellensuchende und 2.435 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet. Damit hat sich das Verhältnis von von Angebot und Nachfrage von 1:2 im Vorjahr auf 1:1,5 deutlich verbessert. Die Zahl der Lehrstellensuchenden sank gegenüber dem Vorjahr um 1.193 oder 24,6 Prozent. Die Zahl der offenen Lehrstellen, die seit dem Jahr 1992 kontinuierlich zurückging, stieg Ende Jänner um 17 oder 0,7 Prozent. Die Entspannung am Lehrstellenmarkt ist einerseits auf die Konjunkturbelebung und andererseits auf die intensiven arbeitsmarktpolitischen Bemühungen zurückzuführen.

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