pts20000113021 in Business
Hochdruckextraktion verringert Pestizidgehalt in Nahrungsmitteln
NÖ Innovationspreis-Kandidat Natex Prozesstechnologie feiert Exporterfolge auf dem asiatischen Markt
Ternitz (pte) (pts021/13.01.2000/13:00)
Mit einem Verfahren, das Pestizide umweltschonend aus Nahrungsmitteln herausfiltert, hat die Ternitzer Firma Natex Prozesstechnologie http://www.natex.at die niederösterreichische Nominierung für den österreichischen Staatspreis für Innovation geschafft. Darüber hinaus ist Natex mit ihrer Technologie vor allem auf dem asiatischen Markt erfolgreich: Eine erste 50 Mio. Schilling teure Anlage ging vergangenen Herbst in Taiwan in Betrieb.Seit 1993 ist Natex federführend, wenn es darum geht, Pestizide und andere Schadstoffe aus Naturprodukten herauszufiltern. Nach ersten Erfahrungen mit Tee, Kaffee und Kräutern wurde das Problem der Schadstoffminimierung bei Reis in Angriff genommen. Denn in zahlreichen Naturstoffen befinden sich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, die wegen ihrer möglichen negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus unerwünscht sind.
"Diese Rückstände sind trotz Verringerung der Pestizidanwendung und trotz Züchtung von schädlingsresistenten Pflanzen unvermeidbar", erklärt Natex-Geschäftsführer DI Helmut Seidlitz. In den meisten Ländern gibt es für die Pestizidbelastung gesetzliche Obergrenzen. Natex entwickelte nun für den Reisanbau mit Unterstützung des Forschungsförderungsfonds (FFF) ein Verfahren, das die Grenzwerte unterbietet und gleichzeitig die Qualitätsmerkmale verbessert.
Seidlitz: "Der Pestizidgehalt des mit unserer Technologie behandelten Reises liegt unterhalb der festgesetzten Werte, während durch die Reduzierung von unerwünschten Begleitstoffen wie fette Öle und Wachse die Qualität sowie die Lagerfähigkeit verbessert werden kann." Das Verfahren ist äußerst umweltschonend, da die Schad- und Begleitstoffe in konzentrierter Form abgezogen werden und gezielt entsorgbar sind. Darüber hinaus werden nur geringe Menge an reinem Kohlendioxid emittiert.
Als Technologie wird dabei die Hochdruckextraktion mit C02 als Lösungsmittel verwendet. Das Verfahren wurde in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien zum Patent angemeldet. Vor allem in Asien wurde die Natex-Technologie zum Exportschlager: "Wegen der geringen Anbaufläche wird besonders in Taiwan verstärkt Chemie eingesetzt", sagt Seidlitz. Die erste Anlage wurde bereits Ende des Vorjahres in Taiwan in Betrieb genommen. "Und mit weiteren Folgeaufträgen kann gerechnet werden", sagt Seidlitz.
Die Firma Natex Prozesstechnologie wurde durch ein Management By Out der Firma Schoeller Bleckmann gegründet. Als Hauptgesellschafter fungieren vier ehemalige Mitarbeiter der Schoeller Bleckmann-Abteilung "Verfahrenstechnik" sowie die Mürzzuschlager Apparatebaufirma Innoweld http://www.innoweld.at/iw/ (homepage in Vorbereitung) . "Diese Verbindung erlaubt uns, Technologie und Apparate aus einer Hand anzubieten", so Seidlitz.
Das Unternehmen:
Natex Prozesstechnologie
Hauptstraße 2, 2630 Ternitz
Tel.: 02630 / 32120
Ansprechpartner: DI Helmut Seidlitz
Mitarbeiter: 11
Umsatz (1998): ca. 50 Mio. Schilling (Ende)
| Aussender: | ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen |
| Ansprechpartner: | Georg Panovsky |
| Tel.: | 01-4061522-46 |
| E-Mail: | panovsky@pressetext.at |
| Website: | www.fff.co.at/ |
