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High Tech in Fortissimo

Präzise Bearbeitung sorgt für guten Klang - Wiener Klangstil aus formgenauen Mundstücken


Sommerein (pte) (pts027/02.12.1999/13:00)

Hohe Formgenauigkeiten und Oberflächenqualitäten sind das Merkmal der Mundstücke, die in einer kleinen Manufaktur im niederösterreichischen Sommerein im Leithagebirge hergestellt werden. Die Mundstückerzeugung Karl Breslmair erzielt diese Qualität durch die Kombination von moderner Technik und althergebrachten Kenntnissen. Die Mundstücke werden für die Wiener Kontrabassposaune und die Wiener Tuba gefertigt und tragen dazu bei, den traditionellen Wiener Klangstil zu erhalten.

Breslmair macht sich moderne Technik und wissenschaftliche Erkenntnisse zunutze. Mit Unterstützung des Forschungsförderungsfonds begann er vor zwei Jahren ein Forschungsprojekt, das sowohl die Weiterentwicklung der traditionellen Wiener Kontrabassposaune als auch die Entwicklung von Mundstücken mit möglichst voluminösen, hellem Ton umfasste. In Zusammenarbeit mit dem Wiener Gerhard Zechmeister entstand eine Reihe ansprechender Mundstücke.

Zu bedenken hatten die Entwickler dabei Einiges: Längst ist die Erzeugung von Musikinstrumenten kein kunstvolles Handwerk mehr, sondern gehört in die Sparte High Tech. So schaffte Breslmair bereits vor fünf Jahren eine CNC-Drehmaschine an, um größtmögliche Präzision bei der Produktion zu erreichen.

Technisch gesehen funktioniert ein Mundstück wie eine Düse, wobei die jeweilige Form über die Stärke der Luftkompression im Instrument entscheidet. Das Mundstück besteht aus der Randform, die die Lippenschwingungen unterstützen soll, dem Kessel, dessen Form wesentlich dazu beiträgt, die gewünschte Klangfarbe zu erreichen und dem Schaft, dem so genannten Stengel, der die Spielbarkeit des Instruments beeinflusst. So musste etwa, um den Ton möglichst "saftig" klingen zu lassen, die geeignetste Stengelbohrung gefunden werden. "Dabei konnten wir", erklärt Zechmeister, "auf Breslmairs berühmte Stengelbohrungen zurückgreifen, die neben großem Tonvolumen auch einen großen Obertonreichtum abstrahlen und somit eine hervorragende Klangverdichtung mit verschiedenen anderen Instrumenten möglich machen."

Eigens für die Stengelbohrung entwickelten die Instrumentenbauer eine neue Methode. "Denn", so Zechmeister, "der Wiener Klangstil, den unsere Mundstücke so wunderbar unterstützen, wird so sehr von diesem einen einzigen Detail geprägt." Nach Meinung von Musikkritikern dürfte sich der Aufwand gelohnt haben: Denn, so der Tenor der Fachpresse, mit ihrer Arbeit haben die Instrumentenbauer einen wertvollen Beitrag zum Weiterbestand der Wiener Tradition geleistet.

Die Manufaktur Breslmair entstand als "professioneller Hobbybetrieb" - in den 60er-Jahren begann der Vater des heutigen Firmenbesitzers, sich in seiner Freizeit mit dem Geigenbau zu beschäftigen, landete aber schließlich bei den Blechblasinstrumenten. Halb im Spaß wurde er gebeten, ein funktionsfähiges Trompetenmundstück herzustellen. Vor diese Aufgabe gestellt eignete er sich die Kunst der Produktion von Mundstücke in nur 18 Monaten an. Die ersten Prototypen waren ein so durchschlagender Erfolg, dass sich aus der anfänglichen Spielerei im Verlauf der Zeit eine hauptberufliche Tätigkeit entwickelte. 1985 übernahm schließlich Breslmair jun. die Produktion von seinem Vater.

Das Unternehmen:
Karl Breslmair Mundstückerzeugung
Halterzeile 25, 2453 Sommerein
Ansprechpartner: Karl Breslmair
Tel.: 02168 / 62653 (Ende)
Aussender: ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen
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