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pts19991210036 in Business

High-Tech gegen Lawinen

Prognosesoftware und Simulationsmodelle für mehr Lawinenschutz


Wien/Graz (pte) (pts036/10.12.1999/13:00)

Im Lawinenschutz sind zunehmend auch High-Tech-Firmen aktiv. Die Wiener Softwareschmiede Evis Technologies http://www.evis.co.at entwickelte eine Prognosesoftware, mit der Lawinenabgänge mit großer Exaktheit vorhergesehen werden können. Und der Grazer Motorenbauer AVL List hat in mehrjähriger Entwicklungsarbeit ein Simulationsmodell für Staublawinen geschaffen, das als Grundlage für Lawinenschutzbauten dient. http://www.avl.com Es wird u.a. zur Unterstüzung der Schutzmaßnahmen nach der Lawinen-Katastrophe von Galtür eingesetzt.

Evis Technologies hat eine Querschnittstechnologie entwickelt, die eine Anwendung in verschiedenen Bereichen erlaubt. s. auch http://www.pte.at/show.pl.cgi?pta=991203018 Grundlage der Evis-Software sind selbstlernende Programme, die Zusammenhänge erkennen und Vorhersagen treffen können. Die Stärke des Systems ist es, dass es symbolische Werte wie etwa Hitze, Kälte oder Bewölkung in exakt erhobene Messwerte einbinden kann und auf diese Weise Vorhersagen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liefern kann.

Mit der gleichnamigen Software können Lawinenabgänge mit einer 92%-igen Sicherheit vorhergesagt werden. Damit liegt die Treffsicherheit der Software nach Angaben der Herstellerfirma über der neuronaler Netzwerke, die im Schnitt Trefferquoten von 80 Prozent erreichen. Die Evis zugrunde liegende Technologie wurde mit Unterstützung des Forschungsförderungsfonds (FFF) entwickelt.

Der Grazer Motorenbauer AVL List wiederum kam über Strömungsmessungen zum Thema Lawinen und entwickelte ein Simulationsmodell, mit dem die Wirkung von Lawinenabgängen berechnet werden kann. "Wir haben", berichtet AVL-Produktmanager Bruno Wiesler, "eine hochwertige Technologie geschaffen, die auf den allgemeinen Grundsätzen der Physik basiert." Ob es sich etwa um Wetter-, Blut- oder Lawinenströmungen handle, sei eigentlich egal - in allen Strömungen herrschten die selben Grundsätze.

Aus der allgemeinen Technologie namens Fire wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft http://www.bmlf.gv.at das Simulationsmodell SAMOS (Snow Avalanche Modeling and Simulation) entwickelt, das die Wirkung von Staublawinen berechnen kann. "Dieses Modell", so Projektleiter Peter Sampl, "dient nicht der Berechnung der Wahrscheinlichkeit oder des Zeitpunktes eines Lawinenabganges, sondern der Berechnung der räumlichen Kraftwirkungen, die im Falle eines Lawinenabganges zu erwarten sind." Durch die Berechnungen kann auf unmittelbare Gefahrenzonen geschlossen werden und Schutzverbauungen können danach ausgelegt werden.

Um das Simulationsmodell zu bestätigen, hat AVL unter Kontrolle der österreichischen Wildbach- und Lawinenverbauung einige beobachtete Großlawinen nachgerechnet. "Und da hat sich gezeigt, dass die Simulationsergebnisse ganz gut mit den Messergebnissen übereinstimmen", berichtet Wiesler. (Ende)
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