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pte20191115016 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Herpes-Aktivierungsmechanismus erforscht

Ansatz von Forschern des Baker Institute for Animal Health verbessert Verständnis der Infektion


Herpes: bislang keine Heilung, kein Impfstoff (Foto: pixabay.de/José R Valverde)
Herpes: bislang keine Heilung, kein Impfstoff (Foto: pixabay.de/José R Valverde)

Ithaca (pte016/15.11.2019/10:30) - Die Forschergruppe um Luis M. Schang vom Baker Institute for Animal Health http://bit.ly/2QiEKHs hat einen neuen Mechanismus identifiziert, der erklärt, wie das Herpes-Virus zwischen ruhenden und aktiven Phasen der Infektion wechselt. Das Virus führt zu Fieberblasen und wunden Stellen im Genitalbereich wie auch zu lebensbedrohlichen Infektionen bei Neugeborenen, Enzephalitis und Hornhaut bedingter Blindheit.

On-Off-Phänomen geklärt

Eine Behandlung ist schwierig, da sich das Virus in Nervenzellen verbirgt und Monate oder Jahre später auftaucht, um die Infektion erneut zu aktivieren. Mi Yao Hu und Esteban Flores Cortes haben nun herausgefunden, dass das Virus zwischen einem "latenten" und "lytischen" Zustand wechselt, in dem es sich aktiv vermehrt. Das ist davon abhängig, wie eng die DNA in Bündel mit der Bezeichnung Chromatin gepackt ist.

Laut Schang beruhen alle von Herpes ausgelösten Probleme auf der Reaktivierung aus der Latenz. "Das ist der Grund, warum antivirale Wirkstoffe die Infektion nicht heilen können und das ist auch der Grund, warum es bisher nicht gelungen ist, einen Impfstoff zu entwickeln." Dringt das Virus in eine Zelle ein, versucht sie sich zu schützen, indem die virale DNA sehr eng um Histone gewickelt und zu Chromatin verdichtet wird.

Dadurch wird das Virus deaktiviert. Sind die Zellen dabei jedoch nicht erfolgreich, ist das Chromatin zu lose angeordnet, ist die virale DNA zugänglich. Die Virus-Partikel können ihre Gene aktivieren und sich vermehren. Bisher hat sich die Forschung meist darauf konzentriert, wann und wie individuelle Gene im Genom des Herpes-Virus während einer Infektion aktiviert und deaktiviert werden.

Chromatin spielt wichtige Rolle

Die in "PLOS Pathogens" veröffentlichten Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Dynamik des Chromatins reguliert, ob das gesamte Genom des Virus aktiviert wird. Dieser Vorgang muss stattfinden, bevor individuelle Gene exprimiert werden können. Damit ist auch ein Ansatz für neue Therapien gefunden. Medikamente gegen Herpes gibt es seit den 1960er-Jahren. Bisher waren eine Heilung und ein wirksamer Impfstoff außer Reichweite. Am Projekt waren auch Wissenschaftler der University of Alberta und des University College London beteiligt.

(Ende)
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