pte20080825025 in Leben
Hälfte aller Diabetes-Amputationen vermeidbar
Experten kritisieren vorschnelle Radikaloperationen
Heidelberg (pte025/25.08.2008/13:54)
"Jährlich werden in Deutschland knapp 40.000 Diabetes bedingte Amputationen vorgenommen - nur die Hälfte ist jedoch wirklich notwendig", meint Wolfram Wenz, leitender Oberarzt an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg http://www.klinikum.uni-heidelberg.de , im pressetext-Interview. "In einigen Fällen wird bereits nach einem Jahr bei Diabetespatienten ein Fuß amputiert, obwohl mit etwas Geduld und Einsatz dieser durchaus zu retten wäre", beklagt der Spezialist für rekonstruktive Fußchirurgie. Den Grund dafür sieht er darin, dass es zu wenig Spezialärzte für das Thema diabetisches Fußsyndrom in Deutschland gibt. "Oftmals kümmern sich in den Kliniken Internisten um Diabetiker, die nicht immer das absolute Fachwissen um die Komplexität der Thematik haben", meint Wenz. Ein ähnliches Bild zeichnet auch Eckhard Müller, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft diabetischer Fuß http://www.ag-fuss-ddg.de , gegenüber pressetext: "Einige Ärzte sind einfach zu ungeduldig und können den Heilungsprozess nicht abwarten. Das ist ein ernsthaftes Problem."
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