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pts20210323013 Politik/Recht, Unternehmen/Wirtschaft

Große Panik beim Glücksspiel

Wie eine ganze Branche in Panik verfallen ist


Geplante Änderungen versetzen eine Industrie in Panik (Foto: Shutterstock)
Geplante Änderungen versetzen eine Industrie in Panik (Foto: Shutterstock)

Wels (pts013/23.03.2021/09:15) - Die angekündigten Änderungen im Bereich Gesetzgebung und Spielerschutz versetzen eine ganze Branche in Alarmstimmung: https://www.spielerhilfe.at/spielerhilfe-begruesst-angekuendigte-gluecksspiel-entflechtung-im-finanzministerium . Weitreichende Verschärfungen sind geplant. So etwa sollen die Werbe-Ausgaben im Bereich des Sports massiv eingeschränkt werden. Diese Maßnahme kostet Sportclubs viel Geld und den agierenden Glücksspielfirmen viele Kunden, die sie über die dort platzierte Werbung bisher erreicht haben.

Lobbyieren auf allen Ebenen

Um das Schlimmste abzuwenden, versuchen die betroffenen Unternehmen einstweilen, auf allen erdenklichen Ebenen für ihre Interessen zu lobbyieren. So etwa wollen die Casinos Austria das Verbot der VLT-Glücksspielautomaten und somit den Wegfall ihrer WINWIN-Lokalitäten verhindern. Die in Österreich lizenzlosen Online-Glücksspielanbieter, etwa vertreten durch die OVWG https://www.ovwg.at , wollen das Abschalten ihrer Angebote verhindern und fordern eine Neu-Regelung der Vergabe von Online-Lizenzen für Glücksspiel und somit eine Marktöffnung, damit sich die einzelnen Anbieter für eine nationale Lizenz bewerben können.

Die Novomatic hätte ebenso offenkundiges Interesse an Casino- und Online-Lizenzen und versucht auch hier, noch Einfluss auf die ausstehenden finalen Entscheidungen zu nehmen. Die einen treffen sich in der Wirtschaftskammer, zusammen mit einem Abgeordneten und zugleich Generalsekretär der Kammer, um für ihre Interessen zu lobbyieren. Die Casinos Austria-Chefin und Ex-ÖVP-Dame Glatz-Kremsner hingegen gibt stattdessen öffentlichkeitswirksam Interviews und eine Pressekonferenz, um die Interessen ihres Unternehmens durchzubringen: https://kurier.at/wirtschaft/casinos-austria-rechnen-fuer-2020-mit-schwarzen-zahlen/401209054

Casinos Austria sind Profi beim "Aussitzen" unangenehmer Themen

Glatz-Kremsner und das von ihr geführte Unternehmen, die Casinos Austria, sind jedenfalls schon lange Profi beim Aussitzen von unangenehmen Themen. Man schweigt diese ganz einfach schamlos aus und denkt sich dabei wohl, das Gewitter würde schon irgendwann vorbeiziehen. An erdbebenartige Erschütterungen in der Medienlandschaft konnte sich Glatz-Kremsner bei ihrer Befragung vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss schlicht nicht erinnern. Laut ihrer Aussage kenne sie den ihr vorgelegten Zeitungsartikel gar nicht: https://www.spielerhilfe.at/profil-bericht-wie-die-casinos-austria-den-spielerschutz-vernachlaessigen . Obwohl es dabei um grobe Verstöße im Bereich Spielerschutz, ihrer angeblich Lieblingstätigkeit im Unternehmen, im eigenen Haus geht.

Bei der von uns thematisierten Steuerung und Manipulation der Glücksspielautomaten bei den Casinos Austria äußert man sich öffentlich ebenso wenig: https://www.spielerhilfe.at/zackzack-spielerhilfe-interview-zu-casinos-austria-automaten-steuerung . Man will die Geschichte offenbar nicht weiter anheizen. Auch hier gilt es, dieses unliebsame Thema still und heimlich auszusitzen. Eine große Portion Präpotenz inklusive.

Gesetzliche Verschärfungen sind noch nicht fix

Bis es zu einer finalen Veränderung im Bereich des Glücksspiels kommt, wird noch einiges an Zeit vergehen. Geplant ist ein Beschluss im Nationalrat im Herbst 2021. Dies setzt jedoch voraus, dass die Regierung zu diesem Zeitpunkt noch im Amt ist. Immer wieder gab es in den letzten Monaten offensichtliche Anzeichen über große Krisen der Koalition. Bis zur finalen Vorlage im Nationalrat könnte sich, nicht nur aufgrund der notwendigen Vorlage bei der EU, inhaltlich noch vieles ändern. Und selbst nach Beschluss der Änderungen gibt es eine mehrjährige Übergangsfrist, die im Gesetz festgelegt ist.

Glücksspiel-Industrie verfügt über starke Lobby, Spielsüchtige nicht

Die Glücksspiel-Industrie sitzt, auch dank vieler spielsüchtigen Personen, auf hohen Geldbergen. Sie ist ein willkommener Sponsor für Kultur und Sport und verfügt außerdem über eine starke Lobby zum Durchsetzen ihrer Interessen. Im Gegensatz dazu haben Spielsüchtige keine Lobby für sich. Vereinzelte Kämpfer stoßen schnell an ihre Grenzen. Beispielsweise bei nationalen Medien, die einfach nicht über legale Glücksspielunternehmen und den äußerst mangelhaften Spielerschutz berichten wollen. Nicht selten geht in den Redaktionen die Angst vor dadurch drohenden Anzeigen-Reduktionen der Industrie um.

Spielerhilfe ist Lobby für Spielsüchtige und deren Angehörigen

Doch etwas hat sich in den letzten eineinhalb Jahren verändert. Mit dem Verein Spielerhilfe bekamen Spielsüchtige und deren Angehörigen eine Lobby, die sich für ihren Schutz und ihre Interessen einsetzt. In Zusammenarbeit mit Politik, vereinzelten Medien und gezieltem Vorgehen im Bereich Verschärfung und Aufdecken von Versäumnissen im Bereich Spielerschutz, bekam diese Personengruppe endlich eine Vertretung, die gegen diese mächtige Industrie ankämpft.

(Ende)
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