pte19990220005 in Business
Grippevirus von 1918 untersucht
Virus wird durch Schweine übertragen
London (pte) (pte005/20.02.1999/14:30)
Dem amerikanischen Wissenschaftler Jeffrey K. Taubenberger vom Armed Forces Institute of Pathology http://www.afip.org/ ist es gelungen, genetische Reste des tödlichsten aller bisher aufgetretenen Krankheitskeime, des Grippevirus von 1918, ausfindig zu machen und zu analysieren. Es forderte damals innerhalb kürzester Zeit weltweit 20 bis 40 Millionen Todesopfer. Taubenberger fand in Lungenpräparaten von Opfern und in der Leiche einer exhumierten Frau, die im Permafrostboden Alaskas begraben lag, mit Hilfe aufwendiger Methoden Überbleibsel des Erbmoleküls des Virus. Zunächst untersuchte er das Gen, das den Bauplan für das Oberflächenprotein Hämagglutinin enthielt. Mit diesem Protein hat das Virus - wie seine heutigen Verwandten auch - an Körperzellen seiner Opfer angedockt, um die Zellen anschließend mit Hilfe eigener Erbmoleküle umzuprogrammieren. Viele Forscher machten eine Veränderung im Hämagglutinin-Gen für die Gefährlichkeit des 1918-Grippevirus verantwortlich.
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