Gezielte Stromstöße wirken bei Lähmungen
Wissenschaftler-Team ist komplizierte Reparatur von Rückenmarksnerven an Ratten gelungen
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So lassen sich die Rückenmarknerven reparieren (Illustration: auckland.ac.nz)
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Göteborg/Auckland (pte001/30.06.2025/06:00)
Mit wohldosierten Stromstößen lassen sich bestimmte Verletzungen der Wirbelsäule heilen, die Lähmungen verursachen. Ingenieure und Mediziner der Technischen Hochschule Chalmers und der University of Auckland haben das bei Tests an Ratten bereits bewiesen. Versuche an Menschen sind geplant. Um den Strom einzuleiten, haben die Entwickler ein ultradünnes Implantat geschaffen, das direkt auf der Wirbelsäule im geschädigten Bereich platziert wird.
15 Mio. Menschen betroffen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit etwa 15 Mio. Menschen mit Rückenmarksverletzungen leben. Das Rückenmark besteht aus zahlreichen Nervenfasern, die Signale zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers übertragen. Bei einer Schädigung wird die Verbindung zwischen Gehirn und Körper unterbrochen, was zu Gefühls- und Funktionsverlusten und in schweren Fällen zu Lähmungen führt.
"Im Gegensatz zu einer Hautwunde, die in der Regel von selbst heilt, regeneriert sich das Rückenmark nicht effektiv, was diese Verletzungen verheerend und derzeit unheilbar macht", sagt Chalmers-Expertin Maria Asplund. Vor der Geburt und in geringerem Maße auch danach spielen natürlich vorkommende elektrische Felder eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Nervensystems, indem sie das Wachstum der Nervenfasern entlang des Rückenmarks fördern und lenken - ein Vorbild.
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