pte19980126002 in Business
Gesperrte Straßen führen nicht zum Verkehrskollaps
Studie weist den Weg zu weniger Verkehr
Wien (pte) (pte002/26.01.1998/09:22)
Daß gesperrte Straßen nicht automatisch zum Verkehrskollaps führen, zeigen britische Verkehrsplaner und Forscher vom University College in London. Sie analysierten weltweit 60 Fälle in Stadtgebieten, in denen Straßen gesperrt oder nur schwer befahrbar waren. Das Ergebnis zeigt, daß 20 Prozent Autos weniger fuhren und die Fahrer auf Alternativen wie den öffentlichen Nahverkehr umstiegen. Dieses Ergebnis sei der logische Umkehrschluß von der bewiesenen Erkenntnis, daß mehr Straßen zwangsläufig mehr Verkehr verursachen.Ein Beispiel der Studie zeigt die Sperrung der Londoner Hammersmith-Brücke 1994 für jeden Verkehr außer Bussen und Fahrrädern für kurze Zeit. Selbst nach drei Jahren hat das Autoaufkommen nicht den Ursprungswert erreicht. Viele sind auf Busse und Bahnen in London umgestiegen oder arbeiteten zu Hause. Die Flexibilität der Menschen sei ausgesprochen groß und verhindere damit bei Straßensperrungen das erwartete Chaos. [Quelle: New Scientist]
* Telematik senkt Unfallzahlen *
Durch elektronische Verkehrsüberwachungsanlagen läßt sich die Zahl der schweren Unfälle um bis zu 50 Prozent verringern. Die Anzahl der sonstigen Unfälle konnte um bis zu 30 Prozent vermindert werden, wurde bei einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums in Bonn bekannt. Geschätzte 150 bis 200 Mrd. D-Mark Investitionsvolumen bis zum Jahr 2010 machten die Dimension deutlich, um die es bei der Verkehrstelematik in Europa gehe, erklärte das Verkehrsministerium. http://www.bmv.de
Eine neue Qualität der Verkehrsdatenerfassung kündigte Gerd Tenzer, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums an: Mit der Gründung der Gesellschaft für Verkehrstelematik (DDG) würden unterschiedlichste Datenquellen wie Polizeifunk, Verkehrsrechner der Landesverkehrsämter, private Staumelder, Baustellen- und Parkrauminformation ergänzt durch Daten aus fahrenden Fahrzeugen und neu zu installierenden Sensoren an den Autobahnbrücken. http://www.verkehrsforum.de (Ende)
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