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pte19970924012 in Business

Genetische Ursachen für Herzerkrankungen?

Dänische Wissenschafter wollen Nachweis erbracht haben


Kopenhagen (pte) (pte012/24.09.1997/22:46)

Die weitverbreitete Genmutation G188E erhöht das Risiko für eine Herzerkrankung um das Fünffache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Mediziner der Universität Kopenhagen jetzt in der September-Ausgabe des Fachmagazins "Circulation" veröffentlicht haben. Die Mutation betrifft ein Gen, daß den Code für das Enzym Lipoproteinlipase (LPL) enthält. Triglyzeride, also vom Körper nicht verwertbare Fette, werden mit Hilfe des Enzyms umgewandelt, um sie in den Organismus zu transportieren. Fehlt dieses Enzym, kommt es zu einer Anreicherung mit Triglyzeriden im Blut und damit zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen.

Bøge Nordestgaard von der Universität Kopenhagen zufolge trägt in Dänemark einer unter 1500 diese Mutation. Die Betroffenen haben eine doppelt so große Menge Triglyzeride im Blut als normal. Der Anteil des guten Cholesterins HDL, das Herzerkrankungen verhindern kann, ist gleichzeitig aber um ein Drittel reduziert. Die Untersuchung liefert nach Meinung der Forscher einen neuen Hinweis darauf, daß Herzerkrankungen auch genetische Ursachen haben können. (Ende)
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