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pts20010201007 in Leben

Generika: Sparfaktor, aber kein Allheilmittel

Generika können dazu beitragen Zugang zu innovativen Arzneien zu beschleunigen - Auslandsvergleiche nicht zulässig


Wien (pts007/01.02.2001/10:15)

Heute hat sich erstmals die Plattform zur Einsparung von Medikamenten-Ausgaben (PEMA) in Wien präsentiert. Die Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, begrüßt alle Initiativen, die zu einem noch vernünftigeren Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens beitragen und dadurch mithelfen, die öffentlichen Gesundheitsbudgets zu entlasten. Durch eine verstärkte Generika-Verordnung muss aber für die soziale Krankenversicherung auch Freiraum für einen schnelleren Marktzutritt von innovativen Medikamenten geschaffen werden. Das bedeutet, dass neue, hoch wirksame Medikamente schneller als jetzt *auf Kassenkosten" den PatientInnen zur Verfügung gestellt werden müssen. Heute stehen diese Arzneimittel häufig österreichischen PatientInnen erst später als in anderen Ländern zur Verfügung. Die Pharmig fordert dringend auf, diesen Aspekt in den Mittelpunkt aller gesundheitspolitischen Überlegungen im Zusammenhang mit einer verstärkten Generika-Verordnung zu stellen. Obwohl schon allein durch die demographische Entwicklung nicht anzunehmen ist, dass die Ausgaben der Sozialversicherung in den nächsten Jahren schrumpfen werden, muss es der forschenden Arzneimittelindustrie im Interesse aller Betroffenen möglich sein, innovative Arzneimittel schnell zur Verfügung zu stellen.

Einsparpotenziale mit deutlichen Grenzen Auslandsvergleiche heikel

Generika sind üblicherweise qualitativ einwandfreie Medikamente nach Patentablauf. Sie können nur deswegen billiger als Originalprodukte angeboten werden, weil jegliche Forschungskosten (bis zu 14 Mrd. ATS oder 1,01 Mrd. EUR für ein einziges Arzneimittel !), sowie die notwendigen Marketing-Ausgaben entfallen.

Lt. ÖBIG-Studie aus dem Jahr 2000 (ÖBIG = Österr. Bundesinstitut für Gesundheitswesen) liegen für Österreich die kurzfristigen Einsparpotenziale durch einen verstärkten Generika-Einsatz lediglich bei etwa 100 bis 300 Mio. ATS (7,2 bis 21,8 Mio. EUR). Bei einem allerdings nicht realistischen kompletten Ersatz von Originalprodukten durch Generika könnte bis zu einer Milliarde Schilling (72,67 Mio. EUR) eingespart werden. Vergleiche mit anderen Ländern, die einen deutlich
höheren Generika-Marktanteil haben als Österreich (z.B. Deutschland oder Dänemark) sind insofern nicht zulässig, als der Hauptverband selbst durch seine rigide Preispolitik den Markteintritt von Generika vor allem dazu benützt, den Preis von Originalpräparaten so weit als möglich abzusenken. Das mindert einerseits deutlich die Marktchancen von
Generika, andererseits aber stehen dadurch die finanziellen Mittel für den schnellen Markteintritt von Innovationen nicht zur Verfügung. (Ende)
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