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pte20221003018 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Gendefekte schuld an Zahnschmelzfehlbildung

Experimente mit Mäusen zeigen: Molekül Adam10 ist eng mit dem Notch-Signalweg verbunden


Zahnpflege: Schäden wegen Gendefekten nicht vermeidbar (Bild: Peggy_Marco, pixabay.com)
Zahnpflege: Schäden wegen Gendefekten nicht vermeidbar (Bild: Peggy_Marco, pixabay.com)

Zürich (pte018/03.10.2022/10:30) -

Mutationen im Molekül Molekül Adam10 führen zu schweren Schäden in der Struktur und in der mineralischen Zusammensetzung des Zahnschmelzes. Das zeigen Forscher der Universität Zürich (UZH) in einer Studie mit Mäusen.

Schwere Schäden erwiesen

Adam10 ist eng mit dem Notch-Signalweg verbunden, der die Kommunikation zwischen benachbarten Zellen ermöglicht, für die Embryonalentwicklung unerlässlich ist und auch bei der Entstehung schwerer menschlicher Krankheiten wie Schlaganfall und Krebs eine entscheidende Rolle spielt.

"Mäuse mit einer Adam10-Mutation wiesen Zähne mit schweren Schäden im Zahnschmelz auf. Die Deletion von Adam10 bringt die Ameloblasten durcheinander, was zu schweren Fehlbildungen sowohl in der Struktur als auch in der mineralischen Zusammensetzung des Zahnschmelzes führt", so Studienleiter Thimios Mitsiadis.

Prävention und Behandlung

Dem Experten nach eröffnet das Verständnis des genetischen Codes, der die Zahnentwicklung steuert, das Wissen um die molekularen Zusammenhänge während der Schmelzbildung und die Auswirkungen von Mutationen, die zu Schmelzfehlfunktionen führen, neue Perspektiven für die zahnmedizinische Prävention und Behandlung.

Mitsiadis: "Die Voraussetzungen für die Reparatur und die Neubildung von Zahnschmelz sind zwar äußerst komplex, doch neue genetische und pharmazeutische Instrumente, die auf eine gestörte Zahnschmelzbildung abzielen, könnten die zahnmedizinische Versorgung in Zukunft erheblich verbessern", schließt der UZH-Wissenschaftler.

(Ende)
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