pte19970210002 in Business
Fruchbarer Boden für "Neue Lernkultur" an Österreichs Schulen
Initiative von Unterrichtsministerin jetzt in einer Zeitschrift dokumentiert
Wien (pte002/10.02.1997/22:50)
Auf fruchtbaren Boden ist die Initiative "Neue Lernkultur" von Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer an Österreichs Schulen gefallen. In einer soeben veröffentlichten Dokumentation werden die interessantesten Projekte aus allen Bundesländern vorgestellt. Über 170 Pflichtschulen und AHS von Vorarlberg bis Wien haben - mit Unter-stützung der Pädagogischen Institute - Erfahrungsberichte zu neuen Lernformen und Unterrichts-modellen eingereicht. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Trend weg vom klassischen Frontalunterricht zum moderierten Projektunterricht, der in den österreichischen Schulen bereits wesentlich vollzogen wird.Die Dokumentation vermittelt einen Überblick über neue Lernformen an den heimischen Schulen. Besonders beliebt sind Offenes bzw. Soziales Lernen, fächerübergreifender Unterricht und Lernwerkstätten. Aber auch Techniken zur Persönlichkeitsbildung und Begabungsförderung werden stark nachgefragt. Weiterer Schwerpunkt sind Aktivitäten im Zusammenhang mit der Schulorganisation und der Leistungsbeurteilung. Am stärksten war das Interesse in Wien, wo 41 Schulen teilgenommen haben, gefolgt von Oberösterreich (24), Niederösterreich (23), Tirol (22) und Salzburg (20). In der Steiermark nahmen 17 Schulen an der Initiative teil, in Burgenland 8 und in Vorarlberg 4.
Die Dokumentation enthält eine repräsentative Auswahl der eingereichten Berichte. Diese sollen laut Gehrer motivieren, als Diskussionsgrundlage dienen und den Erfahrungsaustausch intensivieren. Die Zusammenfassung solle zeigen, daß "Neue Lernkultur" in den Schulen ein wichtiges Anliegen ist, erklärte die Ministerin. Sie sei nicht nur ein guter Beitrag Österreichs zum Europäischen Jahr für lebensbegleitendes Lernen, sondern biete auch eine wichtige Grundlage für die weitere Lehrplanentwicklung und deren Umsetzung. Gehrer: "Ich möchte den vielversprechenden Weg der Entwicklungsarbeit gemeinsam mit allen am Unterrichtsgeschehen Beteiligten fortsetzen."
Die Aktion "Neue Lernkultur" wurde von Unterrichtsministerin Gehrer anläßlich des Europäischen Jahres für lebensbegleitendes Lernen 1996 ins Leben gerufen. Ziel war es, engagierte Lehrer/innen zur Entwicklung von innovativen Wegen der Wissensvermittlung zu motivieren und sie bei bereits laufenden Aktionen zu unterstützen. Laut Gehrer geht es nicht mehr allein um inhaltliche, als vielmehr auch um die qualitative Verbesserung des Unterrichts. Gefragt sind Lehrer/innen, die mit ihren Kollegen im Lehrerteam, aber auch mit Praktikern aus Wirtschaft und Kultur kooperieren. (Ende)
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