pte19971010008 in Business
Friedens-Nobelpreis an Minengegner
Durch Kampagne Konvention zur Ächtung von Landminen realisiert
Oslo (pte) (pte008/10.10.1997/23:22)
Das norwegische Nobel-Komitee hat den diesjährigen Friedensnobelpreis an die "International Campaign to Ban Landmines" (ICBL) mit ihrer Koordinatorin Jody Williams vergeben. Damit will das Komitee unterstreichen, daß es die Ächtung von Landminen für eine wichtige Aufgabe hält. Zur Zeit wird die Zahl der weltweit ausgelegten Minen auf über 100 Millionen geschätzt. Ganze Landstriche sind nur noch unter Lebensgefahr zu betreten. Die Sprengkörper, die ihre Opfer unspezifisch verstümmeln oder töten, sind in vielen Ländern eine der größten Bedrohungen für die Zivilbevölkerung und verhindern wirtschaftliche und soziale Entwicklung.Als Begründung gab das Nobel-Komitee an, die Preisträger hätten durch ihre Aktivitäten maßgeblich dazu beigetragen, daß die bevorstehende Unterzeichnung der internationalen Konvention zur Ächtung von Landminen im Dezember zustande gekommen sei. Dies könne als Modell für die weitere Reduzierung der weltweiten Waffenarsenale dienen. http://www.nobel.se
* Neuro-Prothese soll Querschnittsgelähmtem zum Gehen verhelfen *
Bei der noch im Entwicklungsstadium befindlichen Hilfe handelt es sich um einen zigarettenschachtelgroßen Computer, der mit Hilfe von Elektroden die Beinmuskulatur stimulieren soll. Seine Daten erhält der Rechner über Sensoren, die in der Kleidung des Patienten befestigt sind und dessen Bewegungen registrieren.
Nach Angaben von Professor Wolfgang Daunicht vom Neurologischen Therapiezentrum der Uni Düsseldorf wird die High-Tech-Prothese auf einem neuartigen neuronalen Netz basieren. Dieses lernfähige System soll individualisierte Regelalgorithmen erzeugen können, um die Gehhilfe an die anatomischen Eigenheiten und andere persönliche Parameter des Patienten anzupassen. Bis zur Fertigstellung eines zumindest zu Demonstrationszwecken geeigneten Prototyps seien jedoch noch einige Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit nötig, schränkt Daunicht ein.
* Das erste unsichtbare Gezeitenkraftwerk der Welt *
An der nordnorwegischen Küste bei Hammerfest soll das erste unsichtbare Gezeitenkraftwerk der Welt gebaut werden. Die vollständig unter Wasser gelegte Konstruktion besteht aus Turbinen, die auf einem Gestell am Meeresboden montiert sind. Das Gezeitenkraftwerk soll in einer Meerenge bei Hammerfest versenkt werden. Die hohen Strömungsgeschwindigkeiten könnten dort genug Strom erzeugen, um den Mehrbedarf der Stadt Hammerfest in den nächsten zehn Jahren zu decken, so die Planer. Die EU hat allerdings noch nicht entschieden, ob das norwegisch-italienisch-britische Gemeinschaftsprojekt förderungswürdig ist. (Ende)
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