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pte20000305013 in Leben

Frauen leiden oft Jahrzehnte unter Magersucht

Heidelberger Studie untersucht Langzeitverlauf von Anorexia nervosa


Heidelberg (pte013/05.03.2000/11:00)

In den vergangenen Jahren wurde eine beachtliche Anzahl von Studien zum Langzeitverlauf von Anorexia nervosa publiziert. Diese Studien zeigen, dass eine Besserung der Symptomatik oder eine Heilung viel Zeit brauchen und oft erst Jahre nach Behandlungsbeginn erreicht werden. Angesichts dieser Erkenntnis fällt auf, dass die Studien zumeist nur einen kurzen Beobachtungszeitraum einschließen und wenig Informationen über somatische Variablen enthalten. Aus diesem Grunde untersuchten Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg http://www.med.uni-heidelberg.de/ in einem multidimensionalen Design Patientinnen mit Anorexia nervosa 21 Jahre nach der Erstbehandlung. Die Ergebnisse wurden nun im Lancet Research Letter veröffentlicht.

In dieser Studie wurde der Langzeitverlauf der Anorexia nervosa bei ursprünglich 84 Patientinnen dargestellt. Die Teilnahmequote lag bei 90 Prozent. Es zeigte sich eine hohe, mit Anorexia nervosa assoziierte Mortalität (15.6 Prozent). Bei 10.4 Prozent der überlebenden Patientinnen muss auch noch nach 21 Jahren die Volldiagnose von Anorexia nervosa gestellt werden, 20.8 Prozent der Patientinnen zeigten ein mittleres Verlaufsergebnis, während bei 50.6 Prozent der Überlebenden von einer vollständigen Heilung ausgegangen werden kann. Zwischen den drei Verlaufsgruppen fanden sich signifikante Unterschiede hinsichtlich Arbeitsfähigkeit, Familienstand und psychosozialem Funktionsniveau im Sinne der Erwartungen.

Insgesamt belegen die Ergebnisse die Schwere und Chronizität der Anorexia nervosa. Die Ergebnisse verweisen auf die große Bedeutung frühzeitiger Identifikation und effektiver Behandlungsstrategien dieser Störung. Informationen: Dr. med. Stephan Zipfel (Oberarzt der Abteilung), E-Mail: stefan_zipfel@ukl.uni-heidelberg.de (idw) (Ende)
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