pte20091002024 in Business
Frankreich: Dank Staat lesen Junge wieder Zeitung
Sarkozy unterstützt Verlage trotz Misswirtschaft mit 600 Mio. Euro
Paris (pte024/02.10.2009/13:50)
Seit Anfang des Monats können alle Franzosen zwischen 18 und 24 Jahren einmal pro Woche eine Ausgabe einer Tageszeitung ihrer Wahl kostenlos abonnieren. Die Zeitungen stellen die Exemplare dabei gratis zur Verfügung, die Lieferkosten trägt der Staat, die Abonnenten bezahlen nichts. Die entsprechende Entscheidung der französischen Regierung, die angeschlagene Pressewirtschaft mit zusätzlichen Subventionsgeldern in der Höhe von 600 Mio. Euro, aufgeteilt auf drei Jahre, zu unterstützen, hat in der europäischen Medienbranche zu Beginn des Jahres für einige Kontroversen gesorgt. Seitdem wird rege diskutiert, ob es gerechtfertigt sei, dass der Staat die Presse, die mit sinkenden Anzeigeneinnahmen und mit ins Internet abwandernden Lesern zu kämpfen hat, mit hohen Fördergeldern versorgt. Eine wesentliche Frage, mit der sich Verlage und Politiker gleichermaßen beschäftigen, ist, wie vor allem junge Menschen wieder zum Lesen von Tageszeitungen gebracht werden können. Mit der Gratisabo-Maßnahme hofft Frankreich, den Medienkonsum der "Digital Natives" wieder auf Printmedien umleiten zu können.
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