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pts20080918017 Forschung/Entwicklung, Medien/Kommunikation

FMK verwundert über Vorgangsweise der Ärztekammer

Ärztekammer hält an fragwürdigen Experten, Empfehlungen und Studien fest


Wien (pts017/18.09.2008/12:34) - "Verwundert und irritiert" zeigt sich FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier über die gestrige Aussendung der Ärztekammer, an ihren fragwürdigen Experten und Einzelstudien sowie ihren Handyregeln festzuhalten. Mit der steirischen Krebsstudie ihres Referenten für Umweltmedizin, Dr. Gerd Oberfeld, zu einer nichtexistenten Mobilfunkanlage und dem Fälschungsverdacht an insgesamt 8 Publikationen der Meduni Wien zum EU-REFLEX-Projekt, sind die beiden wesentlichen Eckpfeiler der Argumentationslinie der Ärztekammer eingebrochen. "Das zeigt, dass die Quellen der Ärztekammer nicht belastbar sind", kritisiert Maier und führt weiters aus: "Ärzte müssen die Folgen ihrer Äußerungen in der Öffentlichkeit besonders ernst nehmen und daher muss auch ihre Grundlage fundiert sein". Er bedaure, dass die Ärztekammer den wissenschaftlichen Kenntnisstand ignoriere und sich nicht dem wissenschaftlichen Diskurs stelle. "Das ist für eine Standesvertretung des öffentlichen Gesundheitswesens zu wenig", sagt Maier.

Ärztekammer unbeeindruckt von Faktenlage
Im Rahmen des FGF/FMK-Workshops zu "Erbgut und Mobilfunk" am 17.09.08 in Wien zeigte Prof. Dr. Alexander Lerchl von der Jacobs University Bremen und aktuelles Mitglied der deutschen Strahlenschutzkommission die Methoden der Aufdeckung und die Konsequenzen rund um die gefälschte Mobilfunk-Studie aus Wien auf. "Diese Studie muss so schnell wie möglich zurückgezogen werden, weil die Öffentlichkeit und die wissenschaftliche Öffentlichkeit die Hintergründe nicht kennt, und die Studien sonst weiter gewisses Aufsehen erlangen", zeigt Lerchl kein Verständnis für diese untragbare Situation. Dem schloss sich auch Prof. Dr. Günter Speit von der Universität Ulm an, der auf Ersuchen des Wiener Arbeitsgruppenleiters Prof. Dr. Rüdiger seine Ergebnisse zu bestätigen, gemeinsam mit der Wiener Gruppe mehrere Versuche im Rahmen seiner Wiederholungsstudie durchführte und gestern erklärte: "In keinem der Experimente ergab sich ein Hinweis auf eine genotoxische Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern" und weiters: "Diese Daten von Rüdiger sind nicht reproduzierbar und absolut unplausibel. Diesen Daten ist aus wissenschaftlicher Sicht keine große Bedeutung beizumessen."

Aus all dieser Beweislage mutet es umso skurriler an, dass die Ärztekammer weiter mauere, internationale Top-Experten verunglimpfe und Beschwichtigungsversuche der Industrie wahrnehme: "Das, was die Ärztekammer hier macht, ist zutiefst unredlich", unterstreicht Maier. "Es ist bedauerlich, dass die Ärztekammer Patientenschutz vorgibt, offenbar aber Politik und Ablenkungsmanöver im Sinn hat."

Es braucht überprüfbare Qualitätskriterien für Studien in der Zukunft
Die Ärztekammer hat leider noch nicht zur Kenntnis genommen, dass es aktuell viele Forschungsergebnisse, etwas aus dem Deutschen Mobilfunkforschungsprogramm (mit über 50 Projekten) gibt und auch in Österreich intensive Mobilfunk-Informations-Maßnahmen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gesetzt wurden. Dazu gehören Informationsveranstaltungen, Informationsbroschüren, die SAR-Informationen auf der FMK-Website (http://www.fmk.at/SAR) aber auch die bisher größte in Österreich stattgefundene Mobilfunk-Messreihe, die gezeigt hat, dass die tatsächlichen Werte elektromagnetischer Felder in der Praxis weit unter den Grenzwerten liegen, was daran liegt, dass Mobilfunk mit der geringst möglichen Sendeleistung arbeitet. Aber natürlich bedarf es auch hoher und überprüfbarer Qualitätskriterien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, wie es auch vom Rektor der Medizinischen Universität Wien gefordert wurde. "Aufgrund all dieser Informationen ist es umso enttäushender, dass es hier keine gemeinsamen Initiativen gibt", zeigt sich Maier enttäuscht über die nicht nachvollziehbare Vorgangsweise der Ärztekammer.

Service:
Interviews auf der FMK-Audioplattform von den internationalen Top-Experten im Rahmen des FGF/FMK-Workshops vom 17.9.2008
http://www.fmk.at/content.php?id=377

Kurzzusammenfassung der Referate vom FGF/FMK-Workshop vom 17.9.2008
http://www.fmk.at/media/pdf/pdf850.pdf

FMK- Forum Mobilkommunikation
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur. Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten, damit Sie sich Ihre persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können. Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier Com, mobilkom austria, Motorola, Nokia, Nokia Siemens Networks, One, Samsung, Siemens, Sony Ericsson und T-Mobile unterstützen das FMK.

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