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pte20000220017 in Leben

Flüche haben neurologischen Ursprung

Wissenschafterin verglich Häufigkeit bei verschiedenen Gruppen


New York (pte017/20.02.2000/17:53)

Kinder lernen sehr früh fluchen, nicht nur, weil sie alles Verbotene gern tun, sondern weil das Fluchen ein natürlicher Bestandteil der Sprache ist. Diese These stellt die Neurolinguistin Diana Van Lancker von der New York University in einem Aufsatz auf, der in der letzten Ausgabe der "Brain Research Reviews" erschienen ist. Van Lancker hat die Häufigkeit von Flüchen bei verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern untersucht und dabei herausgefunden, dass Fluchen einen neurologischen Ort haben muss.

Beim Vergleich von gesunden Personen und solchen, die eine Hirnverletzung oder einen Schlaganfall erlitten hatten, stellte sich heraus, dass das Fluchen als ein Sprachmuster immer noch erhalten geblieben sein kann, selbst wenn andere Sprachfähigkeiten ausfallen oder stark eingeschränkt sind. Warum diese Tatsache erst jetzt festgestellt wurde, erklärt die Wissenschafterin damit, dass Fluchen (im Gegensatz zum neurologischen Weinen oder Lachen) ein Tabu in der Gesellschaft ist. "In der wissenschaftlichen Gemeinschaft wird Fluchen gegenüber anderen Kommunikationsmustern als peripher angesehen." (Brain Research Reviews) (Ende)
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