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pts20201126031 Kultur/Lifestyle, Tourismus/Reisen

Filmreif: Industrie-Ikone zieht viele kreative Unternehmen an

Interview mit Stefan Johann, Geschäftsführer des Industriehofs Speyer


Speyer (pts031/26.11.2020/12:00) - Wer die Schranke am Industriehof Speyer passiert, der findet sich urplötzlich wieder in einer Welt, wie sie sich Filmarchitekten in Babelsberg, Pinewood oder Hollywood nicht besser ausdenken könnten. Mit dem einzigen, aber großen Unterschied: Hier ist alles echt. Die prägnanten, turmartigen Bauten mit Elementen aus Gründerzeit und Jugendstil. Das variantenreiche Gebäude-Ensemble aus faszinierend-exotischen Wohn- und Arbeitswelten hinter gelb-roten Backsteinfassaden. Kombiniert mit Fachwerk und Grünflächen. Und angeordnet um kleine Plätze, in verwinkelten Gässchen oder großzügigen Straßenzügen.

Unter dem Namen "Industriehof Speyer" entwickeln Investoren aus Trier und Speyer derzeit das weitläufige Gelände der 1897 gegründeten Celluloidfabrik Speyer zu einem Ort, wo arbeiten, leben und wohnen sich wie selbstverständlich ergänzen. Ein Konzept, das offensichtlich immer mehr "kreative Unternehmertypen" überzeugt. Diese haben sich hier angesiedelt und genießen - neben günstigen Mietkonditionen - ein einzigartiges Ambiente in direkter Nachbarschaft von Hafen und Rhein.

Hauptgesellschafter des Industriehofs ist die Quartiersmanufaktur GmbH & Co. KG aus Trier. Einer der beiden Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Industriehofs Speyer ist Stefan Johann. Im nachfolgenden Interview erzählt er, was in diesem "Dorf in er Stadt" alles geplant ist.

Herr Johann, vor kurzem haben Sie den SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil durch den Industriehof Speyer geführt. Hat das "Dorf in der Stadt", wie Sie dieses Gelände auch nennen, jetzt das Interesse der Bundespolitik geweckt?
Wer im Rhein-Neckar-Raum fähige Schrauber, handwerkliche Spezialisten und flexible Eventmanager sucht oder auf kulinarische Entdeckungstour gehen will und das auch noch in einem besonderen historischen Ambiente kommt am Industriehof nicht vorbei. Auch Herr Klingbeil war sichtlich angetan und das freut uns selbstverständlich sehr.

Das Verzeichnis der Gewerbetreibenden auf Ihrem Gelände liest sich wie eine Reise in die Zeit des blühenden Handwerks. Hier gibt es eine Schreinerei, eine Sattlerei, ein Kunst-Stuck Atelier und vieles mehr. Ist der Industriehof eine Art "Manufactum live"?
Das mag ein kleiner Aspekt sein, etwa wenn es um die Aufarbeitung von Oldtimern geht oder um die Wiederherstellung von Stuck an denkmalgeschützten Kirchen. Das greift aber zu kurz. Wir sind immer wieder über die Vielzahl an kreativen Unternehmertypen erstaunt, für die der Industriehof zu ihrer gewerblichen Heimat geworden ist. Und diese Macher und Macherinnen sind alles andere als rückwärtsgewandt. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass das Wohnen im Industriehof eine lange Tradition hat und die Wohlfühlatmosphäre hier erst ermöglicht.

Ein Dorf bedarf auch der Gastronomie und der Versorgung mit Lebensmitteln. Ein Anfang ist ja schon gemacht. Es gibt eine Kaffeerösterei, eine Biergarage, die Weinkiste und nunmehr auch Schmidts Streetfood & Catering - mit raffiniert-köstlichen Dawgs (Hotdogs), Fancy Frittes und Bowls. Sie haben angekündigt, dass auch ein Bäcker und ein Metzger folgen sollen. Wo soll die kulinarische Reise im Industriehof hingehen? Wird der Industriehof zu einem Frischeparadies der regionalen Spezialitäten, wie es im großen Stil etwa Eataly in Bologna bietet?
Wer genießt nicht gerne, das tun wir auch und freuen uns daher über die kleine Keimzelle an außergewöhnlichen Anbietern in diesem Bereich. Wir müssen abwarten, wo der Weg uns hier hinführt, wir wollen diese Zielrichtung aber gerne weiter unterstützen.

Sie selbst sind Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Industriehofs. Hauptgesellschafter ist mit 75 Prozent die Quartiersmanufaktur GmbH & Co KG aus Trier. Diese bezeichnet sich selbst als "Konversions-Spezialisten". Sie bauen derzeit z.B. auch die ehemalige Westerwald-Kaserne in Montabaur zu einem modernen Lebens- und Stadtraum um. Was soll der Industriehof einmal sein? Welche Ziele und Ideen verfolgen Sie und ihre Mitgesellschafter mit diesem einzigartigen historischen Industrie-Ensemble?
Langjährige Erfahrungen in der Transformation von Flächen mit einer Nutzungsvergangenheit sind sicherlich unerlässlich für die Entwicklung unseres Quartiers. Aber jedes Konversionsprojekt ist anders und so lernen wir jeden Tag etwas Neues über die Besonderheiten dieses Areals und müssen darauf reagieren und diese in unsere Entwicklungsideen einfließen lassen. Der Industriehof ist keine Brache, hier ist vielfältiges gewerbliches und wohnwirtschaftliches Leben. Die Entwicklungsidee ist schon vorhanden. Wir verstehen uns daher eher als verantwortungsvoller Moderator und Gestalter. Wir müssen uns vielen historischen Gebäuden intensiv widmen, um sie auch in der Zukunft als Kreativraum den Machern und Macherinnen anbieten zu können und zudem außergewöhnlichen Wohnraum zu schaffen. Und sind wir ehrlich: Die Nutzungsideen kommen nicht von uns. Wir sind immer wieder überrascht, mit welchen Ideen wir von Nachfragern nach Miet- und Investitionsflächen täglich konfrontiert werden und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. So macht die Moderatorenfunktion richtig Spaß.

1968 endete die Produktion in der Speyerer Celluloid-Fabrik, die 1897 von Kommerzienrat Franz Kirrmeier gegründet wurde. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zählte sie zu den Top-5-Zelluloid-Herstellern in Deutschland. Die hohen Sicherheitsvorkehrungen an so eine Produktion spiegelt sich bis heute auf dem Gelände wider. Es entstanden viele Einzelgebäude, um den Schaden im Falle einer Explosion oder eines Brandes zu minimieren. Dächer sind zusätzlich von Mauern umgeben u.v.m. Das macht dieses Gelände heute auch so unverwechselbar und variantenreich. Ist Ihnen ein ähnliches Gelände in Deutschland bekannt? Und: welche Vorteile hat diese Gebäudestruktur für das, was Sie mit dem Industriehof planen?
Es gibt in Deutschland viele atemberaubend schöne, historische Areale mit vielfältigen Nutzungen - zum Beispiel in Köln, Berlin oder Leipzig. Das Besondere am Industriehof ist aber die Kleinteiligkeit der Gebäude, die so nur sehr selten zu finden ist. Für viele Menschen ist der Industriehof ein dörflicher Lebensraum zum Arbeiten und Wohnen und vielfach auch beides zusammen. Die kleinen, engen Gassen zwischen den Backsteingebäuden, die unterschiedlichen Oberflächen der Plätze und Wege, der Charme des Morbiden und eben nicht glatt geleckten in Kombination mit echten Typen, die hier schon lange das Miteinander prägen, das ist schon einmalig, das gilt es zu bewahren, weiterzuentwickeln und sinnvoll zu ergänzen. In Zukunft wird gerade die Kombination von Alt und Neu den besonderen Reiz dieses Quartiers ausmachen.

Durch die vielen neuen Streamingdienste ist weltweit der Bedarf an neuen Unterhaltungsformaten sprunghaft gestiegen. Diese suchen nicht nur gute Stories für Filme und Serien, sondern vermehrt auch tolle, "unverbrauchte" Locations. Sind Sie offen für Anfragen, wenn Location Scouts sich z.B. für ihre authentischen Kulissen als Drehort interessieren und gab es schon Anfragen?
Wir sind ein beliebtes Fotomotiv für Hochzeitsfotografen und Regionalfilmer. Für den "Tatort" scheint die Fläche aber nicht gruselig genug zu sein, aus der Richtung haben wir noch keine Anfragen.

Bereits heute gibt es auf diesem Gelände mehrere Dutzend Wohnungen und Gewerbebetriebe. Wie geht der Ausbau konkret weiter? Was kommt als nächstes hinzu, das Arbeiten, Leben und Erleben im Industriehof als weitere Projekt-Bausteine ergänzt? Außerdem: Was gibt es z.B. beim Thema Denkmalschutz alles zu beachten? Und: wie wollen Sie dieses Zeugnis einer einst erfolgreichen Industriekultur zu einem attraktiven Gesamt-Ensemble und -Angebot formen, damit es auch im 21. Jahrhundert lange Bestand haben kann?
Wir sind seit Jahren dabei, gemeinsam mit der Stadt Speyer Planrecht für die Fläche zu entwickeln. Das Label, unter dem dies geschehen soll, heißt "Urbanes Gebiet" - und der Titel beschreibt sehr gut, dass die schon vorhandene Vielfalt an Gewerbe, Wohnen, Freizeit und Kultur auch die zukünftige Entwicklung prägen wird. Ein städtebauliches und in Teilen auch architektonisches Wettbewerbsverfahren wird hier in den nächsten Monaten ein breites Spektrum an Ideen aufzeigen. Hierauf aufbauend ist ein Rahmenplan zu erstellen und mit der Stadt abzustimmen. Erst dann geht es ans Baurecht. Bis wir richtig durchstarten können, vergeht daher noch etwas Zeit.

In direkter Nachbarschaft zum Industriehof Speyer liegen der Hafen, der Rhein, ein modernes Industriegelände und viele neue, hochwertige Wohnbereiche. Wie kann der Industriehof von dieser räumlichen Nähe profitieren?
Bisher war der Industriehof ein introvertiertes Quartier - denken Sie an die Schranke im Einfahrtsbereich. Wir wollen uns in Zukunft stärker mit den Nachbarquartieren verzahnen - dazu sind Fuß- und Radwege zu schaffen oder wo "Trampelpfade" schon vorhanden, können diese ausgebaut werden.

Der Tourismus in der Domstadt Speyer hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Was muss jetzt passieren, damit demnächst auch der Industriehof zu einer der vielbesuchten Attraktionen dieser Stadt werden kann?
Der Industriehof soll nicht als Museum verstanden werden und sich erst recht nicht zu einer Einkaufsmeile entwickeln. Unser Quartier ist somit nicht die klassische touristische Destination für Städtetouristen. Wir sind sicherlich für all jene interessant, die den Charme historischer Areale mit ihren vielfältigen Nutzungsfacetten zu schätzen wissen und die Zeit und Muße haben, auf Entdeckungstour zu gehen.

Weitere Informationen zum Gelände, ein Firmenverzeichnis, Kontaktdaten und vieles mehr finden sich auf der Website: http://www.industriehof-speyer.de

Weitere Informationen zur Dom- und Kaiserstadt gibt es bei der Tourist-Information Speyer, Maximilianstr. 13, 67346 Speyer, Tel: +49 (0)6232 142392; E-Mail: touristinformation@stadt-speyer.de; Website: http://www.speyer.de

Text, Interview und Fotos dieser Pressemeldung:
gika-press Giesbert Karnebogen, Paul-Friedländer-Str. 1, 65203 Wiesbaden, Tel.: 0611-18683-90, Mobil: 0171-6106861, E-Mail: gk@gika-press.de, Webseite: https://www.usecomm.de

Info: Hier können auch weitere aktuelle und kostenfreie Pressebilder zum Industriehof Speyer angefordert werden.

(Ende)
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