business

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01-402 48 51-0


FRüHERE MELDUNGEN

pte19971114002 in Business

FAO: Mehr Hunger in den Städten der Zukunft

Wachstum der Städte und veraltete Vermarktungsstrukturen machen


Rom (pte) (pte002/14.11.1997/12:06)

Die Welternährungsorganisation (FAO) http://www.fao.org befürchtet mehr Armut und Unterernährung in den ständig wachsenden Städten der Entwicklungsländer. Nach neuesten Schätzungen werden im Jahre 2025 rund 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten wohnen, teilte die FAO mit. In Lateinamerika wird damit gerechnet, daß dann 85 Prozent der Bevölkerung in Städten leben werden, in Mittel- und Osteuropa werden zwischen 75 und 80 Prozent sein. In Afrika wird mit 60 Prozent gerechnet, verglichen mit 20 Prozent in den 60er Jahren.

Das Wachstum der Städte und des Verkehrs sowie schlecht funktionierende und zunehmend veraltete Vermarktungsstrukturen führten dazu, daß die Verteilung von Nahrung dort schwierig und teuer sei, so die FAO. Der Einkommenszuwachs der städtischen Bevölkerung werde in Zukunft sehr begrenzt sein, die Zahl der Armen weiter ansteigen. Dies bedeute, daß die Ernährungssicherheit der Mehrheit der Menschen in den Städten in der Dritten Welt weiter sinken werde.

Die FAO kündigte deshalb an, ihr Aktionsprogramm "Nahrung für die Städte", das 1995 in den frankophonen Ländern Afrikas begann, nun auf ganz Afrika und Asien, Lateinamerika, Mittel- und Osteuropa auszudehnen. Die FAO rief die Geberländer dazu auf, das Programm finanziell zu unterstützen. Das Programm zielt auf die ärmsten Verbraucher in den Städten, denen Zugang zu ausreichend preiswerten und nährstoffreichen Nahrungsmitteln ermöglicht werden solle.

Die FAO rief dazu auf, die Märkte für kleine und mittlere Händler und Unternehmer effizienter zu gestalten und den Wettbewerb zu stärken. Eine bessere Vermarktung von Nahrungsmitteln könne zu günstigeren Erzeugerpreisen und zu einer höheren Produktion führen. Es habe sich gezeigt, daß direkte Eingriffe von staatlichen Institutionen untauglich sind. Ein dynamisches und vom Privatsektor betriebenes Nahrungsmittelangebot sowie ein funktionierendes Verteilungssystem sind notwendig, um die Ernährungssicherheit der Verbraucher in den Städten, besonders der Armen, zu verbessern. Für Investitionen seien klare rechtliche und stabile politische und wirtschaftliche Bedingungen erforderlich, so die FAO. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01-402 48 51-0
Website: pressetext.at
|
Top