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pte20210421012 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

Fairtrade-Bananen: Mehr Geld für Arbeiter

Grundgehalt ab Juli soll mindestens 70 Prozent eines existenzsichernden Nettolohnes entsprechen


Fairtrade-Bananen: mehr Geld für Arbeiter auf Plantagen (Foto: fairtrade.at)
Fairtrade-Bananen: mehr Geld für Arbeiter auf Plantagen (Foto: fairtrade.at)

Wien (pte012/21.04.2021/12:30) - Anlässlich des heutigen Tags der Banane führt die gemeinnützige Organisation Fairtrade Österreich http://fairtrade.at ab Juli 2021 ein neues Grundgehalt für Beschäftigte auf zertifizierten Bananenplantagen ein. Dieses soll mindestens 70 Prozent eines existenzsichernden Nettolohnes entsprechen, wie Fairtrade-Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner im Gespräch mit pressetext bestätigt.

Einzelhandel macht Preise

"Das neue Grundgehalt greift nur auf der ersten Stufe der Lieferkette ein, den Bananenplantagen. Die Lohnhöhe für Arbeiter ist nur ein Aspekt der Kostenstruktur dieser Plantagen. Produktivität beispielsweise ist ein weiterer Faktor. Fairtrade übt keinen Einfluss auf die Preisgestaltung im österreichischen Einzelhandel aus", konkretisiert Kirner die Maßnahme im Interview. Preiserhöhungen für Verbraucher im Einzelhandel sind demnach möglich.

Weltweit variiert die Höhe eines solchen Lohnes sehr stark. Fairtrade International ist Mitglied der "Global Living Wage Coalition", die mithilfe der Anker-Methode Basiswerte für einzelne Regionen und Länder berechnet. Diese helfen laut der Organisation, klar aufzuzeigen, wie groß die Lücke zwischen den aktuell gezahlten und existenzsichernden Löhnen derzeit jeweils ist. Das Grundgehalt von Fairtrade sei wichtig, um diese Unterschiede auszugleichen.

Einkommenssituation dramatisch

Die Einkommenssituation im Bananenanbau bleibt laut Kirner dramatisch. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie seien noch nicht überwunden, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernteerträge spürbar und Investitionen zur Eindämmung neuer Pilzerkrankungen für das langfristige Überleben der Plantagen nötig. Alles in allem wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen in einer Branche, die traditionell von knappen Preiskalkulationen entlang der gesamten Lieferkette und einem intensiven weltweiten Wettbewerb geprägt ist.

Die Fairtrade-Prämie erhalten alle Produzentenorganisationen zusätzlich zum Verkaufspreis. Derzeit liegt die Prämie bei einem Dollar pro Kiste Bananen, die zu Fairtrade-Bedingungen verkauft werden kann. Die Beschäftigten auf Plantagen entscheiden üblicherweise gemeinsam und in einem demokratischen Prozess, in welche sozialen, ökologischen oder ökonomischen Gemeinschaftsprojekte die Prämie investiert wird und welche Ziele erreicht werden sollen.

"Im Zuge der Standardüberarbeitung müssen in Zukunft aber bis zu 30 Prozent der Fairtrade-Prämie als 'Cash-Payment' an die Beschäftigten ausgezahlt werden, sollte ein existenzsichernder Lohn noch nicht erreicht werden. Auf Wunsch der Arbeiter kann dieser Anteil um weitere 20 Prozent erhöht werden", erläutert Kirner abschließend gegenüber pressetext.

(Ende)
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