pte20000914052 in Leben
Fachleute erwarten über 60 Prozent Flugverkehrszunahme
Delphi-Studie analysiert Entwicklung des Schweizer Verkehrs
Bern (pte052/14.09.2000/16:39)
Fachleute erwarten für das Jahr 2020 eine Zunahme wie auch eine Verteuerung des öffentlichen und individuellen Personenverkehrs und des Güterverkehrs. Es besteht wenig Hoffnung, dass die Verkehrssicherheit steigt und die Umweltbelastungen zurückgehen. Dies erkennt die Delphi-Studie, deren Hauptaussage die in Zukunft weiter erwünschte Mobilität ist.Laut der 100 Fachleute der Delphi-Studie http://www.admin.ch wird der öffentliche Personenverkehr am meisten zunehmen; je um 30 Prozent auf Strasse und Schiene; der Flugverkehr sogar um über 60 Prozent. Der motorisierte Individualverkehr dürfte um rund 20 Prozent steigen. Betreffend des Güterverkehrs wird mit einem Anstieg der Verkehrsleistung von über 40 Prozent auf der Strasse und von je 50 Prozent auf der Schiene und in der Luft gerechnet.
Auch die Transportkosten werden gemäss der Studie steigen. Der motorisierte Individualverkehr wird um 25 Prozent teurer, der öffentliche Personenverkehr und der Schienengüterverkehr um 20 Prozent. Der Strassengüterverkehr wird mit 40 Prozent Teuerung an der Spitze stehen.
Die Finanzierung werde aber dafür besser dem Verursacherprinzip entsprechen als heute, d.h. dass 50 bis 60 Prozent der externen Kosten internalisiert werden könnten.
Die schon heute vorangetriebenen Anstrengungen, einerseits die Auto- und Motorradfahrer zu überzeugen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, und andererseits den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, werden laut der Studie Erfolg haben. Hingegen bleibt wenig Hoffnung, dass sich weder die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren noch die Verkehrssicherheit steigen wird.
Die befragten Fachleute äusserten sich bezüglich verschiedener Entwicklungen, dass eine Internalisierung der externen Kosten in Koordination mit der EU anzustreben sei.
Die Studie wurde im Auftrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) und des Dienstes für Gesamtverkehrsfragen (GVF) erstellt.
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) erachtet die Studie als glaubwürdig und wahrscheinlich und erwartet vor allem vom Bundesrat, entsprechende Massnahmen zu ergreifen. (Ende)
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