pts19990909018 in Business
EU fördert neun österreichische Umweltprojekte
Rekordergebnis beim LIFE-Umwelt-Programm - Insgesamt 137 Mio. Schilling aus Brüssel
Wien (pts018/09.09.1999/13:18)
Mit neun geförderten Umweltprojekten hat Österreich in diesem Jahr die bisher höchste Beteiligung am EU-Umweltförderprogramm LIFE erreicht. Insgesamt fließen durch das Programm 10 Mio. Euro (137 Mio. Schilling) an EU-Geldern in heimische Umweltprojekte. "Österreich bestätigt damit seine Vorreiterrolle in Sachen innovativer Umweltprojekte", sagte Rupert Bittmann, Österreich-Vertreter des EU-Programms LIFE-Umwelt in Brüssel anlässlich der Projektpräsentationen in Wien. Österreich habe heuer gleich viele geförderte Projekte wie Frankreich und immerhin halb so viele wie Deutschland.Bittmann führt die hohe Projektbeteiligung auf die langsam greifende Informationsoffensive der Kommission sowie des Wirtschaftsförderungsfonds zurück. Für eine erfolgreiche Bewerbung seien zwei Punkte wichtig: Die Innovation und die Dokumentation des Projektes. Das Know How müsse neu sein und so vorgestellt werden, "dass es auch ein unbedarfter Nachbar auf Anhieb versteht." Hilfestellung dazu gibt das Europaservice des WWFF http://www.wwff.gv.at/europe sowie die Europäische Kommission. http://europa.eu.int/en/comm/dg11/env-proj/env/life.htm
Das LIFE-Umwelt-Programm ist ein Instrument zur Förderung und Umsetzung der EU-Umweltpolitik, mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung für heutige und zukünftige Generationen. LIFE-Umwelt fördert seit 1992 Umweltprojekte mit dem Schwerpunkt Abfall-, Luft- und Wasserwirtschaft. In diesem Jahr wurden von 17 Einreichungen neun genehmigt und mit insgesamt 3,6 Mio. Euro (ca. 50 Mio. Schilling) gefördert. Europaweit gab es 678 Projektanträge, 152 davon wurden von einem europäischen Expertenkomitee ausgewählt.
Eines der geförderten Umweltprojekte ist das Wiener Projekt "SYLVIE" der MA 22 (Umweltschutz) http://www.magwien.gv.at . Ziel von SYLVIE ist die systematische Lärmsanierung von innerstädtischen Wohnviertel. Die MA 31 (Wasserwerke) hat sich gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur und einem Wiener Jungunternehmer ebenfalls erfolgreich um Fördergelder beworben. Das Projekt "Management sensibler Wassernutzungen auf Basis innovativer Sensortechnik" widmet sich dem Bereich Gewässermonitoring und erforscht u.a. die Wasserqualität der Donau.
Außer diesen zwei Wiener Projekten werden in diesem Jahr folgende Vorhaben unterstützt: Die Krems Chemie AG http://www.kremschemie.at/ entwickelt ein Verfahren zur Anwendung von Umweltrentabilitätskostenrechnung in Industriebetreiben. VISHAY Semiconductor Austria GmbH arbeitet an einem neuartigen Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Molybdänpins, die Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG http://www.esn.at/steweag/main.htm hat sich auf den vermeidenden Bereich konzentriert und versucht eine abfallstofffreie Rauchgasreinigung. Ebenfalls gefördert wird die NÖ Landesakademie, die sich mit der Evaluierung und Erstabschätzung von Altablagerungen beschäftigt und die OÖ Tierkörperverwertungs-GmbH, die die Faulung als zusätzlichen Verarbeitungsweg bei der Tierkörperverwertung einsetzen will.
EU-Fördergelder erhält schließlich die Grazer Energieagentur, die neue Dienstleistungen zur umfassenden ökologischen Gebäudesanierung entwickelt und das Forschugnsinstitut für Agrarbiotechnologie für das Forschungsprojekt "Verwertung organischer Abfälle mittels Cofermentation in Faultürmen von Kläranlagen." http://www.boku.ac.at/iam/ifa/ifa.htm (Ende)
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