pts20170830034 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Erstes Symposium "Tiefenwasser als Heilwasser" im Defereggental

Einladung zum ersten europäischen Symposium "Tiefenwasser als Heilwasser" - Pressegespräch am 7.9.


St. Jakob i. D. (pts034/30.08.2017/11:30) Vom 7. bis 9. September 2017 treffen sich führende Wissenschaftler und Experten in St. Jakob in Defereggen in Osttirol, um die Nutzung von Tiefenwasser als Heilwasser zu diskutieren. Veranstaltet wird das "1. St. Jakober Symposium" vom Deutschen Heilbäderverband e. V., dem Österr. Heilbäder- und Kurorteverband, der Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V., der Academy of Balneology and Climatology Health Resorts & Spa Science und der Gastgeber-Gemeinde St. Jakob in Defereggen. Das Symposium ist das erste seiner Art in Europa. Ziel ist es, einerseits einen Überblick über die balneologisch genutzten Tiefenwässer in Zentraleuropa und ihre Erkundung zu geben, andererseits ihren Stellenwert als Heilmittel für Prävention, Therapie und Rehabilitation zu bestimmen. Vorgestellt werden Tiefenwässer aus Österreich - speziell die zuletzt "erbohrten" Tiroler Tiefenwässer St. Jakob i. Defereggen und Grins, aus Südtirol, Slowenien und Tschechien.

Auf dem Programm stehen am Donnerstag, 7. September, neben der Eröffnung durch Präsident Dr. Kurt von Storch von der Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e.V., Dr. Lorenz Eichinger, Hydroisotop GmbH, Brigitte Goertz-Meissner vom Deutschen Heilbäderverband e.V., Dr. Kurt Kaufmann vom Österr. Heilbäder- und Kurorteverband und Bürgermeister Ingo Hafele die Heilwässer aus Südtirol, St. Jakob sowie Slowenien. Über die Bedeutung von ortsgebundenen Heilmitteln für Therapie, Rehabilitation und Prävention diskutieren Prim. Ao. Univ. Prof. Dr. Albrecht Falkenbach und Prof. Dr. Georges Schaff, über die Erkundung von inneralpinen Tiefenwässern spricht Hon. Prof. DI Dr. Christian Schmid und über deren Aufbereitung Dr. Florian Eichinger.

Am Freitag, 8. September, beschäftigt sich das Symposium schwerpunktmäßig mit österreichischen Heilwässern aus balneologischer Sicht (Univ. Prof. Dr. Wolfgang Marktl) und präsentiert die ersten Studien zu den Heilwässern in St. Jakob und Grins (Prim. Univ. Prof. Dr. Ewald Wöll, Innsbruck und Prim. Univ. Prof. Dr. Peter Lechleitner, Lienz). Außerdem im Fokus: innovative und schonende Aufbereitungsmethoden sowie das Thema "Öl in Tiefenwässern" (Univ. Prof. Dr. Reinhard Gratzer, Leoben).

Am Samstag, 9. September, führt eine Exkursion zum Heilwasserhaus und zum Haus des Wassers in St. Jakob i. D. und zum Staller Sattel. Die Bevölkerung des Defereggentales ist eingeladen, speziell die Vorträge zum "Deferegger Heilwasser" am Donnerstag, 7. September, 14.30 Uhr, und am Freitag, 8. September, 9 Uhr, bei freiem Eintritt zu besuchen.

Anmeldungen und Nähere Informationen per Mail an: herbert.renn@gmx.de

Tiefenwasser

Unter Tiefenwässern versteht man in der Regel Wasser, das mehr als 1000 Meter im Erdinnern liegt und durch eine oder mehrere wasserundurchlässige Schichten vom Grundwasser getrennt ist. Dabei handelt es sich teilweise um fossiles Wasser, das Jahrtausende hindurch keinen Kontakt mit der Erdoberfläche hatte. Eine einheitliche Definition des Begriffes auch aus balneologischer Sicht steht allerdings noch aus.

Tiefenwasserbohrung St. Jakob i. D.

In St. Jakob i. Defereggen wurde 2004 unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Helfried Mostler eine Tiefenbohrung bis auf 1880 Meter durchgeführt und dabei ein Aquifer angeschnitten, das ein hochmineralisiertes, fossiles Thermalwasser führt. Seit 2010 ist das Tiefenwasser nun grossteils bestimmt und fasziniert in seiner Zusammensetzung die Fachwelt, da es sich dabei um ein hochmineralisiertes, bisher europaweit nicht nachgewiesenes Wasser von außerordentlich hohem Alter handelt. Nach den "normalen" Bestimmungskriterien für Heilwässer handelt es sich um eine jodhaltige Natrium-Chlorid-Sole-Therme (Gutachter: Univ. Prof. Dr. Peter Deetjen, MEDUni Innsbruck), die als Heilwasser vorwiegend zur äußeren Behandlung (Bäder, Wickel, Aufsprühen etc.) vorgesehen ist. Sowohl Alter als auch Zusammensetzung des Wassers sind in ihrer Charakteristik weltweit einzigartig. Das genaue Alter wird derzeit in den USA bestimmt.

(Ende)
Aussender: E&K Public Relations
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Website: www.heilwasserquelle.at
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