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pts20001211067 in Business

Ergebnisse der 5. Konferenz "Mobile Phones - Is There A Health Risk?":

Keine zusätzliche Sicherheit, aber mehr Information für die Öffentlichkeit


Wien (pts067/11.12.2000/16:09)

Am 7. und 8. Dezember trafen in London bereits zum fünften Mal internationale Experten zusammen, um über die Frage "Mobile Phones - Is There A Health Risk?" zu diskutieren. Heuer waren es 180 Delegierte aus 38 Nationen, die den Ausführungen namhafter Wissenschafter wie z.B. James Lin, Michael Repacholi, John Moulder und Patricia McKinney - folgten und neueste Erkenntnisse analysierten. Dabei waren durchschlagende Neuigkeiten diesmal nicht im gesundheitlichen Bereich, sondern vielmehr im Bereich der Informationspolitik zu verzeichnen. Denn wurden auf der einen Seite die Grenzwertempfehlungen der WHO einmal mehr von allen Seiten bestätigt, so zeichnete sich ein neuer und sicher bemerkenswerter Trend im Hinblick auf die Informationsverpflichtung der Netzbetreiber ab - eine Entwicklung, die in Österreich bereits voll im Laufen ist.

Ziel der jährlich von "International Business Communications" (ibc) durchgeführten Konferenz ist der internationale Austausch über Fragen rund um den Mobilfunk. "Auch heuer waren - besonders im Hinblick auf das angekündigte Leaflet der Britischen Regierung, das die Öffentlichkeit noch vor Weihnachten auf die 'mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung durch den exzessiven Gebrauch von Handys hinweisen soll' - vor allem neue Erkenntnisse im Bereich der gesundheitlichen Forschung erwartet worden" berichtet Konferenzteilnehmerin und GF der Forum Mobilkommunikation Dr. Romana Steidl. Allein - alle diesbezüglichen Referate behandelten Studien, die den aktuellen Wissensstand bestätigten.

Und international renommierte Experten wie James Lin, Michael Repacholi (Mitglieder der WHO und darüber hinaus im Stewart-Committee tätig), John Moulder, (Univ. Prof. für Tumorforschung in Visconsin) Patricia McKinney (Univ. Prof. für Krebsforschung in Leeds) u.a., die nicht nur selbst Forschung betreiben, sondern sich darüber hinaus auch mit den vorliegenden weltweiten Forschungen kritisch auseinandersetzen, haben in London einmal mehr deutlich klargestellt, dass die von der WHO empfohlenen Vorsorgegrenzwerte - auch im nichtthermischen Bereich - allen gesundheitlichen Ansprüchen gerecht werden. Das einzige Referat, das die aktuellen Sicherheitsrichtlinien in Frage stellte, nämlich jenes des Physikers Gerard Hyland, bezog sich auf Studien oder Forschungsergebnisse, die noch nicht repliziert bzw. teils sogar noch nicht einmal veröffentlicht (und somit auch für die Auseinandersetzung anderer Experten nicht zugänglich) waren.

Neu war hingegen die Erkenntnis, dass ein "precautionary approach", also ein vorbeugender Zugang im Bereich der Informationsweitergabe, von der Öffentlichkeit künftig noch stärker eingefordert werden wird. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, dass z.B. in Australien bis zum 15. Dezember rechtliche Grundlagen dafür geschaffen werden sollen, wie die Provider die Öffentlichkeit zu informieren hätten. Ray Kemp, Leiter der "Risk Management Group at Galson Sciences Limited" (Großbritannien) berichtet in diesem Zusammenhang, dass sich die Anzahl an wahrgenommenen Risikofaktoren direkt proportional zur Wahrscheinlichkeit für öffentlichen Widerstand verhält - und zwar unabhängig von der wissenschaftlichen Beweislage. Darum sei die rechtzeitige Versorgung der Öffentlichkeit mit Informationen so besonders wichtig. Und auch Michael Repacholi hielt ganz eindeutig fest, daß es keiner zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen bedürfe, sondern daß es viel wesentlicher sei, die öffentliche Besorgnis ernst zu nehmen.

"In dieser Hinsicht liegt man in Österreich also voll im Trend" freut sich Romana Steidl, und verweist darauf, dass man genau diesem zunehmenden Informationsbedürfnis mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Gemeindebund nachkommen werde. Ein Abkommen, in dem sich die Netzbetreiber zu freiwilligen Informationsleistungen gegenüber den Bürgermeistern verpflichten - Informationsaktivitäten die im operativen Geschehen mit einen enormen Aufwand verbunden sind. Damit soll der Informationsfluß zwischen Mobilfunkbetreibern und Gemeinden - und damit auch der Öffentlichkeit - entscheidend verbessert werden. Die Vorbereitungen dafür sind weitgehend abgeschlossen und werden Anfang nächsten Jahres zur Umsetzung gelangen. (Ende)
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