pte20090408003 in Leben
Erdbeben vorhersehbar, aber nicht vorhersagbar
Messungen geben Grundlage für Nachbeben-Vorsorge
Potsdam (pte003/08.04.2009/06:10)
Wenngleich die Erdbeben-Gefährdung einer Region beziffert werden kann, ist eine tatsächliche Vorhersage von Erdbeben nicht möglich. Das betont der Geophysiker Birger-Gottfried Lühr vom GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam http://www.gfz-potsdam.de im pressetext-Interview, anlässlich des Erdbebens in der mittelitalienischen Region Abruzzen am Montag. Dieses Naturereignis, bei dem offizellen Angaben zufolge über 250 Menschen getötet, 1.500 verletzt und rund 17.000 obdachlos wurden, geht auf das Vorrücken der afrikanischen Platte zurück. Deren apulischer Sporn schiebt sich fortwährend zwischen Italien und Griechenland, wölbt dabei die Alpen auf und sorgt in den adriatischen Ländern für Erdbeben. Das Beben am Montag besaß eine Stärke von 6,3 auf der Richterskala und besaß sein Zentrum in der Stadt L'Aquila. "Beginnend in etwa zehn Kilometern Tiefe ist ein Segment von ebenfalls zehn Kilometer Länge gebrochen. Das löste das Beben aus", erklärt Lühr.
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