pte19971215004 in Business
Erbgut wird zur kommerziellen Ware
Humangenom-Projekt wird von privaten Datenbanken genutzt
Palo Alto (pte) (pte004/15.12.1997/11:20)
Seit sieben Jahren entschlüsseln Forscher die Geheimnisse des menschlichen Erbmaterials. Neben öffentlichen Datenbanken speichern und verwerten in den USA auch private Firmen die Informationen aus den Genen. "Incyte Pharmaceuticals", ein pharmazeutisches Unternehmen in Palo Alto, Kalifornien, hat sich auf den Vertrieb von Informationen spezialisiert. Es sind besondere Informationen, denn sie entspringen dem menschlichen Erbgut. Dazu unterhält die Firma eigene Gen-Sequenzierungsanlagen, von denen jede einzelne 96 DNS-Proben gleichzeitig untersucht und die Daten an die eine hauseigene Datenbank weiterleitet.Nachdem die DNS-Reihenfolge eines Gens entschlüsselt wurde, folgt eine Qualitätskontrolle. Dabei entscheiden DNS-Techniker, ob eine Sequenz sinnvolle Informationen enthält, und leiten sie an die Bioinformatik-Abteilung weiter. Dort werden die Daten in die Gendatenbank eingespeist und können - gegen Gebühr - von den Kunden abgerufen werden.
Zwischen sechs und sieben Millionen US-Dollar zahlen Unternehmen pro Jahr an Incyte. Als Gegenleistung erhalten sie dafür neben den gewünschten Daten auch das konkrete genetische Material, die DNS. Dabei wird Sicherheit groß geschrieben: "Alle Proben tragen Balkencodes, wie Waren im Supermarkt", so Brian McKelligon von Incyte. Überdies werde jedes Gen nochmals analysiert, bevor es an einen Kunden geliefert wird. Zu diesen zählen zunehmend auch deutsche Unternehmen. Sie benötigen die Daten zur Entwicklung neuer Medikamente. [Quellen: Ellen Norton, Brian McKelligon]
* Polarfische sind die besten Futterverwerter *
Forschungen des Norwegischen Polarinstitutes haben ergeben, daß der Polardorsch rund 50
Prozent der aufgenommenen Nahrung in eigenes Gewebe umwandelt. Als einer der wenigen
Fische kann er auch im arktischen Packeis überleben. Fische in gemäßigten Breiten setzen
dagegen nur zehn Prozent ihrer Nahrung in eigenes Gewebe um. Zudem produzieren sie ein
körpereigenes Frostschutzmittel, das ihnen das Schwimmen in bis zu 1,5 Grad kaltem
Wasser ermöglicht. (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | ws, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01/402 48 51-0 |
| Website: | pressetext.at |
