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pte20000225011 in Leben

Epilepsie führt nicht zu Hirnschwund

Gedächtnisschwächen laut Studie nicht durch Krampfanfälle bedingt


Bonn (pte011/25.02.2000/11:15)

Entgegen alten Vorurteilen führen Anfallsleiden nicht zwangsläufig zu Hirnschwund. Das ergibt eine Studie des Epilepsiezentrums der Universität Bonn http://www.meb.uni-bonn.de/fakultaet/uesklinik.html , jetzt im Medizinfachblatt "Lancet" veröffentlicht. http://www.thelancet.com/ Die Gedächtnisstörungen, die langjährig schwer Anfallskranke zeigten, waren nicht Folge der andauernden Krampfanfälle.

Untersucht wurden 63 Patienten, die seit frühster Jugend schwerst an Krampfanfällen litten. Sie hatten Schwierigkeiten, neue Wörter zu lernen und zu behalten, keine Probleme jedoch mit dem vorhandenen Wortschatz. Hier zeigt sich laut Forscher der Unterschied zwischen gut erhaltener "kristalliner Intelligenz", die mit Wissen und Verhalten zu tun hat, und "fluider Intelligenz", die flexiblen, raschen Umgang mit Information bedeutet. Letztere war bei den Patienten eingeschränkt; jedoch nicht stärker als bei Gesunden, deren Gedächtnis auch im Alter abnähme, berichtet die Studie. (wsa) (Ende)
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