pte19971030009 in Business
Entsteht Intelligenz im Mutterleib?
US-Forschungen bei eineiigen Zwillingen
Pittsburg (pte) (pte009/30.10.1997/15:51)
Die Intelligenz eines Menschen wird wesentlich weniger durch Vererbung bestimmt, als Wissenschaftler bisher annahmen, berichtet die aktuelle Ausgabe der Naturzeitschrift Kosmos. Das behauptet jedenfalls der Statistiker Michael Daniels von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania (USA). Die Grundlage der bisherigen Lehrmeinung bildeten Untersuchungen an eineiigen Zwillingen. Selbst wenn diese getrennt aufwuchsen, verfügten sie doch stets über einen vergleichbaren Intelligenzquotienten.Die Erklärung schien offensichtlich. Schließlich verfügen eineiige Zwillinge über die exakt gleichen Erbanlagen. Dies sei aber nicht die ganze Wahrheit, wendet Michael Daniels nun ein. Denn eineiige Zwillinge teilen sich immer eine gemeinsame fötale Umwelt in der Gebärmutter, und diese, so Daniels, "wird letztlich auch ihren IQ beeinflussen".
Daniels Team untersuchte Daten von 212 früheren IQ-Studien, um den Effekt der gemeinsamen Umwelt "Uterus" zu bestimmen. Ergebnis: Immerhin 20 Prozent des IQ eineiiger Zwillinge sei auf diese gemeinsame fötale Umgebung zurückzuführen, 50 Prozent auf die identische Genausstattung sowie weitere 20 Prozent auf Umwelteinflüsse nach der Geburt. Die verbleibenden 10 Prozent beruhten auf weiteren, komplexen Einflüssen.[Quelle: HELGE SIEGER] (Ende)
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