pte20000208011 in Forschung
Einkaufen mit dem elektronischen Butler
Digitale Assistenten und kommunizierende Regale verändern das Einkaufen
Hannover (pte) (pte011/08.02.2000/12:00)
Der Forschungsverbund Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt einen Persönlichen Digitalen Assistenten, den sogenannten "e-ssist": Ein tragbarer Kleincomputer, zum Beispiel in ein normales Handy integriert, soll mit den Regalen des Ladens kommunizieren und alle Kundenfragen beantworten können. Diese tragbaren Kleincomputer fragen per Funk elektronische Preisschilder ab und geben dem Kunden alle Informationen zur angebotenen Ware. http://www.essist.fhg.deAuf der CeBIT 2000 in Hannover zeigen die drei beteiligten Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS http://www.iis.fhg.de , für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS http://www.ims.fhg.de/ und für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, wie der elektronische Butler beim Einkaufen helfen wird: Je nachdem, wie zu Hause Kühlschrank und Keller gefüllt sind, stellt der digitale Assistent eine Einkaufsliste zusammen. Im Laden führt der Assistent dann gleich zum richtigen Regal und gibt umfassend Auskunft: Preise, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Herkunft und Inhaltsstoffe der angebotenen Waren. Wer will, kann sich sogar die dazugehörenden Werbefilme auf dem Display des Assistenten anschauen.
Ermöglicht wird diese neue Art der Kundeninformation durch Transponder, die an den Regalen angebracht sind: Sie empfangen per Funk den elektronischen Einkaufszettel, gleichen ihn mit der Datenbank des Ladens ab und funken die gewünschten Informationen zurück. Die elektronischen Preisschilder erleichtern auch dem Verkäufer das Leben: Sie können per Funk verändert werden; und wenn die Vorräte zu Ende gehen, bestellen sie automatisch Nachschub.
Das Fraunhofer-Projekt "Electronic Assistance", kurz "e-ssist", wird aber nicht nur das Einkaufen verändern. Elektronische Assistenten können zum Beispiel auch Service-Techniker über Wartungsprobleme informieren oder Ärzten wichtige Patientendaten geben. Sogar vom digital unterstützten Urlaub schwärmt Albert Heuberger, der Leiter des "e-ssist"-Projekts: "Der elektronische Helfer kennt die schönsten Museen und besten Restaurants. Den Stadtplan liefert er gleich mit. Er bestellt das Ticket für die Oper, den Tisch für das anschließende Diner und das Taxi für den Heimweg zum Hotel, wo bereits der von unterwegs georderte Champagner auf Eis liegt und das heiße Bad mit exakt 37 Grad Celsius wartet." Informationen: Dipl.-Ing. Albert Heuberger, ISS, E-Mail: heb@iis.fhg.de (idw) (Ende)
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