pts20080519024 in Leben
Einer von 12 Menschen weltweit mit Hepatitis B oder C angesteckt
"Bin ich die Nummer 12?" - Motto des ersten globalen Welt-Hepatitis-Tages
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Grenzach-Wyhlen (pts024/19.05.2008/13:02)
Einer von 12 Menschen weltweit ist mit dem Hepatitis B oder C-Virus angesteckt - eine erschütternde Zahl. Damit sind ungefähr 500 Millionen Menschen weltweit betroffen.(1, 2) Was noch alarmierender ist: Die Mehrzahl der Betroffenen wurde noch nicht diagnostiziert und weiß nichts von der Infektion.(3)Als Antwort auf diese beunruhigenden Zahlen kommen am ersten globalen Welt-Hepatitis-Tag am 19. Mai 2008 die Welt-Hepatitis-Allianz (World Hepatitis Alliance (WHA)), internationale Gesundheitsorganisationen und Patientengruppen sowie Sponsoren zusammen, um auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Virushepatitis aufmerksam zu machen. Auf einer Pressekonferenz am Welt-Hepatitistag in Genf macht uns die Welt-Hepatitis-Allianz darauf aufmerksam, dass jeder von uns "die Nummer 12" sein könnte. Diese Zahl steht für den Anteil an der Weltbevölkerung, der unwissentlich mit Virushepatitis, einer Erkrankung, die jeden betreffen kann angesteckt ist. Diese Zahl stellt die Virushepatitis in eine Reihe mit HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria.
"Die Welt-Hepatitis-Allianz wurde gegründet, um den 500 Millionen weltweit eine Stimme zu geben, die von der Virushepatitis B oder C betroffen sind", sagte Charles Gore, Präsident der Welt-Hepatitis-Allianz. "Hepatitis hat heute den gleichen niedrigen Bekanntheitsgrad wie HIV/AIDS in den 80er Jahren. An diesem ersten Welt-Hepatitistag hoffen wir, daß Regierungen und andere an der Ausarbeitung von gesundheitspolitischen Strategien beteiligte Organisationen Maßnahmen ergreifen, um das Problem der Epidemie der chronischen Virushepatitis B und C mit hoher Dringlichkeit anzugehen."
Wer könnte die "Nummer 12" sein?
Personen, die typische Risikofaktoren für eine Virushepatitis C aufweisen, sollten ihren Arzt um einen Hepatitis-C-Antikörpertest bitten. Insbesondere die Person, die
* Tattoos oder Piercings hat
* Eine Bluttransfusion erhalten hat, bevor routinemäßig auf Hepatitis C getestet wurde (1992)
* Gemeinsam mit anderen Gegenstände benutz hat, um Drogen zu injizieren oder Kokain zu schnupfen (Needlesharing, Kokain-Strohhalme, Banknoten)
* Einen medizinischen Eingriff hatte in einem Land, in dem medizinisches Material nicht einwandfrei sterilisiert wird
* Eine Nadelstichverletzung hatte (insbesondere im Rettungs- und Gesundheitswesen)
* Eine Zahnbürste oder einen Rasierer mit anderen geteilt hat (mittleres Risiko bei bekannter Infektion des Partners; ist keine Infektion des Partners bekannt, ist das Risiko sehr niedrig).
Online Vortrag am 19. Mai 2008 für Patienten
Allen Interessierten steht am Welt-Hepatitis-Tag der Experte Professor Dr. med. Thomas Berg live im Internet für Fragen zur Verfügung. Sein Vortrag zum Thema "Virushepatitis - aktuelle Aspekte zu Diagnostik und Behandlung" beginnt um 19:00 Uhr. Interessierte können bei der Online-Übertragung live dabei sein und ihre eigenen Fragen an den Experten stellen. Eine vorherige Anmeldung unter http://www.hepatitis-care.de erbittet der Veranstalter, die Roche Pharma AG in Grenzach-Wyhlen.
Über den Welt-Hepatitis-Tag
Der Welt-Hepatitistag wird am 19. Mai begangen und markiert eine neue, vollständig von Patienten getragene Initiative. Dieser Tag wurde ins Leben gerufen als Antwort auf die Bedenken, dass chronische Virushepatitis im Gegensatz zu HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria nicht annähernd den Bekanntheitsgrad oder den politischen Willen genießt, der nötig ist, um das Problem anzugehen. Und dies, obwohl die Zahl der chronisch infizierten und jährlich der Virushepatitis-B- und -C-Epidemie zum Opfer fallenden Menschen ähnlich hoch ist.
Über die Welt-Hepatitis-Allianz
Der Welt-Hepatitis-Tag wird von der Welt-Hepatitis-Allianz koordiniert, einer neu gegründeten Nicht-Regierungsorganisation, die mehr als 200 Hepatitis-B- und -C-Patientengruppen aus aller Welt repräsentiert.
Die Welt-Hepatitis-Allianz wird geführt durch einen Vorstand, der sich aus Patientengruppen aus sieben Weltregionen rekrutiert: Europa, östlicher Mittelmeerraum. Nord-Afrika, Nord-Amerika, Süd-Amerika, Australien, Asien und West-Pazifik. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.worldhepatitisday.com .
Informationen zu Hepatitis C
Hepatitis C ist die häufigste chronische Blutinfektion und wird vorwiegend durch Blut oder Blutprodukte übertragen. Weltweit sind etwa 170 Millionen Menschen chronisch an Hepatitis C erkrankt. Jährlich werden etwa 3 bis 4 Millionen Menschen neu infiziert. Die Krankheit ist die führende Ursache für Zirrhose, Leberkrebs und Leberversagen.
Informationen zur Hepatitis B
Chronische Hepatitis B ist ein ernstes globales Gesundheitsproblem mit geschätzten 350 Millionen Betroffenen weltweit.(1) Hepatitis B ist eine der häufigsten Ursachen für chronische Lebererkrankungen, Zirrhose und Leberkrebs.(1) Ungefähr eine Million Menschen sterben jedes Jahr an Hepatitis B, die damit die 10.-häufigste Todesursache weltweit ist. Für chronische infizierte Patienten ist das unmittelbare Therapieziel die Remission der Lebererkrankung, um das Fortschreiten der Erkrankung bis zur Zirrhose, zum Leberversagen und zum Leberkrebs zu vermeiden.(1)
Heutige Therapien machen Hoffnung
Es gibt mittlerweile gute Gründe, sich auf Virushepatitis testen zu lassen, denn die therapeutischen Möglichkeiten haben sich in den letzen Jahren in großem Maße verbessert. Bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion erreichen heute Kombinationstherapien bis zu 84% in einigen Patientenpopulationen.(5)
Das von Roche hergestellte pegyliertem Interferon alfa-2a (40KD) ist auch für die Therapie der chronischen Hepatitis-B-Infektion zugelassen. Dabei bekämpft das Medikament die Hepatitis-B-Infektion auf zwei Wegen: durch die Stimulation des Immunsystem und gleichzeitig durch direkte antivirale Wirkung. Das führt bei vielen Patienten zu einer dauerhaften Kontrolle über das Virus mit einer endlichen Therapiedauer von einem Jahr.
Ausblick in der Forschung
Die sogenannte Forschungspipeline ist vielversprechend: Die "direkte antivirale" Therapie gegen Hepatitis C (STAT-C) könnte Heilungsraten erhöhen und die Therapiedauer verkürzen. R1626, ein Polymeraseinhibitor aus der Roche eigenen Entwicklung, ist das am weitesten entwickelte Molekül seiner Klasse. Roche ist ausserdem einige wichtige Forschungskooperationen mit Biotechnologie-Firmen eingegangen, unter anderem mit Pharmasset, Inc. zur Entwicklung von R7128 (einem Polymeraseinhibitor) und mit InterMune, Inc. zur Entwicklung von R7227 (einem Proteaseinhibitor).
Quellenhinweise:
1. Lavanchy D. Hepatitis B virus epidemiology, disease burden, treatment, and current and emerging prevention and control measures. J Viral Hepat 2004;11:97-107.
2. World Health Organization. Initiative for Vaccine Research, Viral Cancers, Hepatitis C. 2006. (Accessed July 24, 2006, at http://www.who.int/vaccine_research/diseases/viral_cancers/en/index2.html)
3. Eurasian Harm Reduction Network (EHRN). Comparative analysis of HCV prevalence across selected countries of Europe and the Mediterranean area; 1 October 2007.
4. AIDS Epidemic Update. 2006. (Accessed October 26, 2007, at http://www.who.int/hiv/mediacentre/2006_EpiUpdate_en.pdf)
5. Hadziyannis SJ, Sette H, Jr., Morgan TR, et al. Peginterferon-alpha2a and ribavirin combination therapy in chronic hepatitis C: a randomized study of treatment duration and ribavirin dose. Ann Intern Med 2004;140:346-55. (Ende)
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