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pte19980226008 in Business

Durchbruch bei Therapie von verkalkten Hergefäßen

Wachstumsmittel Protein läßt kranken Herzen neue Blutgefäße bilden


Fulda (pte) (pte008/26.02.1998/10:15)

Mit Hilfe eines Wachstumsfaktors ist es einem Ärzteteam aus Fulda gelungen, kranken Herzen zusätzliche Blutgefäße gedeihen zu lassen. Alle zwanzig Patienten, die auf diese Weise vor drei Jahren behandelt wurden, sind heute noch am Leben. "Es gab keinerlei Nebenwirkungen, alle Patienten sind beschwerdefrei", erklärt Thomas Stegmann vom Fuldaer Klinikum für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. Damit ist den Ärzten ein lange erwarteter Durchbruch bei der kausalen Behandlung verkalkter Herzgefäße gelungen.

Wachstumsmittel werden schon seit längerem auch außerhalb des Herzens angewandt, zum
Beispiel bei Durchblutungsstörungen in den Beinen. Allerdings eignete sich die Methode bisher noch nicht für das Herz. Dazu mußte erst ein Weg gefunden werden, um das Mittel nur lokal wirken zu lassen und keine Wucherungen zu verursachen, die zu Krebs führen könnten.

Die Ärzte nahmen als Wachstumsfaktor das Protein FGF - Fibroblast Groth Factor. Es wird in einem aufwendigen Verfahren aus gentechnisch veränderten Escherichia Coli-Bakterien gewonnen. Das Mittel wird gesäubert und mit einem Fibroblastklebstoff vermengt. So vorbereitet haben die Ärzte das Mittel neben verstopfte Gefäße injiziert. Nur wenige Tage reichten aus, damit sich neue Blutbahnen bildeten. Wie die Speichen eines Rades entsprangen sie der betroffenen Ader und wuchsen um die verstopfte Stelle herum. Anschließend war der Weg für das Blut wieder frei. "Die Durchblutung stieg um den Faktor zwanzig", berichtet Stegmann.

Die neue Methode kann andere Therapien noch nicht ersetzen. So muß eine Verstopfung größerer Gefäße immer noch mit einem Bypass überwunden werden. Trotzdem wächst bei den Ärzten die Hoffnung, einen Weg zu finden, ohne schwere Herzoperationen auch diese Engpässe zu umgehen. In Fulda wurden zunächst nur Patienten behandelt, die gleichzeitig noch einen Bypass implantiert bekamen. Die Operation am offenen Herzen nutzten die Ärzte, um an feinen Blutgefäßen das Mittel FGF zu testen. "Wir suchen noch nach Methoden, das Eiweiß über einen endoskopischen Eingriff oder Katheter auch ohne eine offene Operation genau zu plazieren", erläutert Stegmann. [Quelle: Bild der Wissenschaft, Klinikum Fulda] http://www.fulda-online.de/inhaltsseiten/gesundheit/index.htm (Ende)
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