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pts20000413044 in Business

Doppelbelastung für Gewerbe

KMU leiden unter hohen Durchleitungskosten und ferner Stromliberalisierung


Wien (pts044/13.04.2000/19:45)

Österreichs kleine und mittlere Unternehmungen (KMU) sind von der ausbleibenden Volliberalisierung doppelt betroffen. Bis 1.10.2001 ist es den rund 220.000 KMU nicht möglich, von den Vorteilen des freien Strommarktes zu profitieren. Zusätzlich leiden sie unter den höchsten Durchleitungstarifen von Europa. EnBW Austria kämpft für eine vorgezogene Marktöffnung der benachteiligten Gewerbebetriebe Österreichs und fordert eine generelle Senkung der Netznutzungsgebühren.

Österreich hat im europäischen Vergleich die höchsten Netznutzungsgebühren. Besonders die rund 220.000 Gewerbeunternehmen - das vielgepriesene Rückgrat der österreichischen Wirtschaft - leiden unter dieser Belastung. Zum einen bezahlen sie die höchsten Transportgebühren für Strom in Europa. Zum anderen bleiben die heimischen Klein- und Mittelbetriebe auch weiterhin vom freien Marktzugang ausgeschlossen. Sie müssen bis 1.10.2001 auf die Vorteile der Volliberalisierung in Österreich warten.

Hälfte sind Durchleitungsgebühren
In der Steiermark zahlt ein mittlerer Industriebetrieb jährlich im Durchschnitt etwa 3,7 Millionen Schilling an seinen Netzbetreiber für die Durchleitung. 53 Prozent der Energiekosten entfallen auf die Netznutzungsgebühren. Der Strompreis macht nur etwa ein Drittel aus. Den Rest bilden Energieabgabe und Umsatzsteuer.

Kostenfaktor Netznutzung
Die Bereitstellung und laufende Wartung eines funktionierenden Stromnetzes kostet Geld. Diese Tatsache gilt für eingesessene österreichische Energieversorger und Netzbetreiber genauso wie für neue Energieanbieter. Die Höhe der Netznutzungstarife ist für heimische Stromkunden allerdings nicht akzeptabel. Für den Wettbewerb sind angemessene Durchleitungsgebühren von entscheidender Bedeutung. Energieintensive Unternehmen müssen bei Überlegungen der Betriebsansiedlung auch die Höhe der örtlichen Tarife in Erwägung ziehen. Enormer Schaden entsteht somit für die heimische Wirtschaft. Stefan Altenhofer, Leiter des Bereichs Energiebereitstellung und Logistik bei EnBW Austria: "Hohe Durchleitungsentgelte bedeuten einen gravierenden Wettbewerbsnachteil für die im internationalen Konkurrenzkampf stehende österreichische Wirtschaft."

Österreich im Spitzenfeld
Österreich ist das Land mit den durchschnittlich höchsten Durchleitungsgebühren. Eine Gegenüberstellung, die sich am mittleren Durchleitungstarif von Deutschland orientiert, zeigt dies deutlich. Im Strom-liberalisierten Großbritannien ist die "Strommaut" im Mittelspannungsbereich (20 kV) fast um ein Fünftel niedriger. In Schweden, ebenfalls ein Land mit freiem Strommarkt, um fast die Hälfte. Christian Schmidt, Geschäftsführer von EnBW Austria: "Würden die Durchleitungsgebühren in Österreich auf jenem niedrigen Niveau von EnBW in Deutschland liegen, könnte sich ein durchschnittliches KMU Millionen ersparen - und das noch ohne Absenkung des Strompreises."

Regionale Ungerechtigkeit
Die uneinheitlichen Netztarife der rund 150 österreichischen Netzbetreiber sorgen für massive regionale Ungerechtigkeiten. Beispielsweise zahlt ein mittleres Unternehmen mit Anschluss ans Mittelspannungsnetz im Burgenland rund das Doppelte der Durchleitungsgebühren wie in Tirol.

Johannes Mayer, Experte der Wirtschaftskammer Österreichs, begrüßt daher die bisherige Vorgehensweise, die Durchleitungstarife gesetzlich festzulegen. "Die Erfahrungen mit dem verhandelten Netzzugang haben gezeigt, dass besonders im Bereich des weiter bestehenden Monopols - sprich für Unternehmen ohne freien Marktzugang - sehr klare Regelungen notwendig sind", betont Mayer.

1.10.2001 realistischer Termin
"Eine Voll-Liberalisierung innerhalb von ca. 1 1/2 bis 2 Jahren ist möglich, wenn die erforderlichen gesetzlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen gegeben sind." Zu diesem Schluss kommt Walter Boltz von PriceWaterhouseCoopers aufgrund einer Studie, die sein Unternehmen im Auftrag des Wirtschaftsministers durchgeführt hat. Der von der Regierung vorgesehene Termin 1. Oktober 2001 für die völlige Öffnung des Strommarktes ist daher laut Boltz realistisch.

Diese Meinung vertritt auch Christian Schmidt von EnBW Austria: "Wir profitieren von den Erfahrungen unseres deutschen Mutterkonzerns und freuen uns auf die bevorstehende Liberalisierung in Österreich. Dann steht endlich der Kunde im Mittelpunkt." (Ende)
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