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pte19980104003 in Business

Dole macht Stimmung gegen Microsoft

Kampagne der Gegner läuft an - Microsoft: Windows-Test vor Gericht


New York (pte) (pte003/04.01.1998/22:27)

New York - Ex-Präsidentschaftskandidat Bob Dole (Republikaner) versucht im Namen mehrerer großer Firmen - darunter Netscape, Sun Microsystems und Sabre Group Holdings - Widerstand gegen die Expansion von Microsoft im Bereich des Internet zu organisieren. An eine Firma schrieb Dole: "In den kommenden Monaten müssen wir die Öffentlichkeit, die Verwaltung und den Kongreß über die Gefahren einer Laissez-faire-Haltung gegenüber Microsoft unterrichten. Ich bin überzeugt davon, daß ein fairer Wettbewerb in den kommenden Jahren immer schwerer zu erreichen sein wird, wenn jetzt nichts getan wird. Deshalb brauchen wir Firmen wie Ihre, um unsere Bemühungen zu finanzieren und zu unterstützen."

Der Software-Konzern Microsoft muß unterdessen am 13. Januar seine Behauptung, daß Windows 95 ohne den Internet Explorer nicht voll funktionsfähig ist, vor Gericht belegen. Ein Richter sagte, daß ein Computer-Techniker des Gerichts "weniger als 90 Sekunden" brauchte, um Windows 95 und die Internet-Produkte von Microsoft voneinander zu trennen, ohne daß die Funktionalität von Windows danach irgendwelche Fehler aufwies. Microsoft sagte, daß bei der Methode, die der Computer-Spezialist des Gerichts zur Trennung verwendete, bestimmte Explorer-Dateien auf der Festplatte verbleiben.

Die US-Regierung befürchtet, daß Microsoft sein Windows-Monopol widerrechtlich auf Internet-Software ausdehnt. Unterdessen hat sich ein Programmierer aus Fargo, North Dakota, beim US-Justizministerium beschwert, daß er beim Vertrieb seiner Buchhaltungs-Software gezwungen sei, den Internet Explorer von Microsoft zu unterstützen. Hintergrund ist, daß Microsoft neue Betriebssystemfunktionen, die als herkömmliche Dynamic Link Libraries (DLL) normalerweise in Windows 95 integriert sind und auch im Internet verbreitet werden, nun in den Internet Explorer einbindet.

Als der Programmierer die neue DLL aus dem Internet-Explorer extrahierte und sein Programm mit dieser DLL verbreiten wollte, habe ihm Microsoft dies untersagt. Die Konsequenz, und dies ist auch der Grund, warum die US-Regierung die Verknüpfung des Internet-Explorers mit dem Windows-Betriebssystem verbietet, ist, daß künftig der Internet-Explorer eine Voraussetzung für die fehlerfreie Funktion von Windows-Programmen werden könnte. (Wall Street Journal, w&v-online) (Ende)
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