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pte20000914032 in Leben

DNA eignet sich zum Verschlüsseln von Computerdaten

Erbgutmolekül übertrifft Speicherkapazität herkömmlicher Computermedien millionenfach


Dortmund/Köln (pte032/14.09.2000/13:26)

Forscher der Universitäten Dortmund http://www.uni-dortmund.de und Köln http://www.uni-koeln.de haben bewiesen, dass sich der Träger von Erbinformationen, die DNA, auch als Speicher von Computerdaten eignet. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Verschlüsselung der DNA die selben Sicherheitskriterien erfüllt, die auch für computerbasierte Systeme gelten.

Die DNA könnte aufgrund seiner minimalen Größe als Datenspeicher mit millionenfach höherer Speicherkapazität als herkömmliche Computermedien verwendet werden. "Die Verschlüsselung von Informationen in DNA ist nicht als Konkurrenz zu den existierenden Software-basierten Verschlüsselungssystemen gedacht", erklärte Hilmar Rauhe von der Universität Dortmund. DNA eigne sich aber als umweltfreundlicher Datenspeicher zu Markierungszwecken. Die digitale DNA-Nachricht wird ähnlich einem Barcode gelesen. Nur der Empfänger, der die zur Nachricht passenden Schlüsselmoleküle kennt, kann diesen lesen.

Die Wissenschaftler verschlüsselten die kurzen Nachrichten aus DNA wie im Computer als Folgen von Nullen und Einsen. Die zu verschlüsselnde Information wird mit Milliarden anderer DNA-Strängen durchmischt, so dass die Entschlüsselung darin besteht, die "Stecknadel im Heuhaufen zu suchen". Dazu verwendeten die Forscher die Polymerasekettenreaktion, ein Nachweisverfahren für DNA.

Das gemeinsame Projekt http://LS11-www.cs.uni-dortmund.de/molcomp entstammt dem Bereich DNA Computing, einem noch sehr jungen Forschungsgebiet im Grenzbereich von Informatik, Molekularbiologie und Nanotechnologie. Ursprünglich beschäftigt sich der Bereich mit der Möglichkeit molekularer Superrechner auf DNA-Basis. (Ende)
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