pts20090512039 in Leben
Die Zahl der Diabetiker steigt dramatisch - die Kosten ebenso
DiabetesMARKT am 23. Mai in Leipzig Auftakt für neue Initiativen
München (pts039/12.05.2009/15:25)
Für die Behandlung der Zuckerkrankheit werden heute bereits etwa 30 Milliarden Euro jährlich ausgegeben. Wird die dramatische Tendenz nicht gestoppt, so könnten es in fünfzehn Jahren etwa 240 Milliarden sein, also so viel, wie derzeit das gesamte deutsche Gesundheitswesen im Jahr kostet.Diese Befürchtung äußerte Reinhart Hoffmann von der Diabetesstiftung DDS auf einer Pressekonferenz in Leipzig. Mit mehreren Diabetes-Experten fand die Pressekonferenz am vergangenen Freitag im Vorfeld für den DiabetesMARKT statt.
Leipzig und Sachsen initiativ
Die Diabetesstiftung DDS (http://www.diabetesstiftung.de) richtet den DiabetesMARKT jährlich in einer deutschen Metropole aus, mit Podiumsdiskussionen, vielen Marktständen und einem umfangreichen Programm. Am 23. Mai auf dem Leipziger Marktplatz ist es wieder soweit. Das Programm ist als PDF unter http://img.pte.at/files/binary/3854.pdf abrufbar, der Info-Flyer unter http://img.pte.at/files/binary/3966.pdf . Erwartet werden bis zu 15000 Besucher.
Prof. Dr. Wieland Kiess, Chefarzt und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Leipzig, sagte auf der Konferenz: "Leipzig wird für mehrere Wochen zur Hauptstadt der Diabetologie." Im unmittelbaren Vorfeld des DiabetesMARKTs findet in Leipzig nämlich die 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) mit etwa 8.000 Diabetologen und Diabetes-Experten statt.
Der DiabetesMARKT ist zugleich Auftakt einer Gesundheits-Vorsorge-Woche in Sachsen (23.-30. Mai 2009), initiiert von der Diabetesstiftung DDS in Kooperation mit sächsischen Institutionen: dem Deutschen Diabeter Bund, der Landesärztekammer und der Diabetes-Prävention von der TU in Dresden.
Während dieser Vorsorgewoche wird der Gesundheits-Check FINDRISK verstärkt in die Öffentlichkeit getragen. Damit kann jeder Interessent in wenigen Minuten und mit nur acht Fragen sein Diabetes-Risiko für 10 Jahre ermitteln; siehe Test unter http://img.pte.at/files/binary/3928.pdf und weitere Infos unter http://img.pte.at/files/binary/3970.pdf . Professor Dr. Peter Schwarz vom Klinikum Carl Gustav Carus wird alle vom 23. bis 30. Mai eingehenden Fragebögen beurteilen und individuelle Handlungs-Empfehlungen an die Teilnehmer übermitteln.
Entwicklung des Diabetes in Deutschland
Zu Beginn der 50er-Jahre war Diabetes (Typ 2) kaum ein Thema, da eine völlig andere Lebenssituation vorlag. Zivilisationsbedingte Probleme wie Übergewicht, hoher Blutdruck oder erhöhte Blutfette spielten volksmedizinisch nur eine geringfügige Rolle. Entscheidend für die Entwicklung zur Pandemie war das im Wirtschaftswunder entstandene Ungleichgewicht unserer körperlichen Energiebilanz. Dafür maßgeblich sind zu wenig Bewegung und zu reichhaltige Ernährung, die zu Übergewicht (Adipositas) und dem Symptom des Metabolisch-vaskulären Syndroms führen.
1960 gab es in ganz Deutschland bereits 1 Million Betroffene, heute sind es mehr als 7 Millionen - zuzüglich einer Dunkelziffer von etwa 3,5 oder gar mehr Millionen nicht diagnostizierter Diabetiker. Waren im Jahr 1998 etwa 5,9 % der Bevölkerung in Diabetes-Behandlung, stieg die Zahl 2006 auf 8,6 % mit bedrohlich steigender Tendenz.
Auch ohne schwarz zu malen, muss davon ausgegangen werden, dass etwa ein Drittel der Bundesbürger mit Diabetes mellitus konfrontiert ist. Eine besonders gefährdete Gruppe ist dabei zunehmend die der Kinder und Jugendlichen.
Öffentlichkeitsarbeit kann Milliarden sparen
Initiativen wie die der Diabetesstiftung DDS sollen dabei helfen, sowohl die Dunkelziffer erkrankter Typ 2 Diabetiker zu verringern als auch Neuerkrankungen durch Aufklärung zur persönlichen Vorsorge zu verhindern. Im Rahmen der Risiko-Erkennung zur Vorsorge lobt die Diabetesstiftung DDS mit der Nachrichtenagentur ddp auch einen MedienPREIS aus, siehe Details unter http://www.diabetesstiftung.de/medienpreis.html
Pressekontakt:
Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)
Reinhart Hoffmann
Tel: 089 / 579 579-11
email: reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de (Ende)
| Aussender: | Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) |
| Ansprechpartner: | Reinhart Hoffmann |
| Tel.: | 089 / 579 579-11 |
| E-Mail: | reinhart.hoffmann@diabetesstiftung.de |




