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Die Römer an der Donau

Die Zeitreise "Österreich im Wandel der Zeit" macht bei den Römern Station


Wien (pts044/13.09.2000/15:40)

Die Zeit der Römer steht im Mittelpunkt der zweiten Münze der achtteiligen Silberserie "Österreich im Wandel der Zeit". Am 13. September erscheint die 100-S-Sondergedenkmünze "Die Römer", nachdem im Frühling die Zeitreise mit den Kelten ihren Anfang nahm.

Im Denken vieler beginnt nicht nur in kalendarischer Hinsicht unsere "Zeitrechnung" mit den Römern. So als hätte unsere Geschichte erst mit ihnen ihren Anfang genommen. Jedermann hat etwas über sie zu erzählen: Ob aus dem Lateinunterricht, aus Monumentalfilmen oder aus den Abenteuern des Asterix. Ihre Spuren ziehen sich bis in die Gegenwart. Oft gut erhaltene Funde, Ausgrabungen, ja sogar Reste ganzer Siedlungskomplexe, wie jene in Carnuntum, halten ihre Zivilisation in Erinnerung. Vieles was für uns Alltag ist, stammt aus der Römerzeit: Straßennetze, Städte, Kunst, Architektur, das römische Recht oder der Weinbau. Und auch das Verwaltungsbeamtentum hielt mit den Römern Einzug.

Während der über 400 Jahre dauernden Herrschaft der Römer diente die Donau dem Imperium Romanum als schützende Nordgrenze. Ein bedeutendes Zentrum an der Donau war Carnuntum. Es gab Stunden, in denen in diesem Raum Geschichte geschrieben wurde. Beispielsweise als 170 die germanischen Stämme die Donaugrenze durchbrachen und in Norditalien einfielen. Fünf Jahre lang führte Kaiser Mark Aurel an der Donau Krieg gegen die Germanen. Er selbst befand sich in Carnuntum, von wo aus er zwei Jahre lang gegen die Quaden kämpfte. Der Überlieferung nach soll Mark Aurel, als er am 17. März 180 starb, in Vindobona, einem erst später gegründeten Vorposten Carnuntums, eingeäschert worden sein. Wissenschafter vermuten heute allerdings Mitrovicia an der Save als Sterbeort.

Das markante Gesicht des Kaisers Mark Aurel ziert die eine Seite der neuen Münze. Marcus Aurelius regierte von 161 bis 180 n.Chr. und gilt als einer der bekanntesten und zu Recht angesehensten römischen Kaiser. Unter seiner Führung errangen die Römer entscheidende Siege. Die von ihm verfassten "Selbstbetrachtungen" kennzeichnen ihn als scharfen und überlegenen Denker und als Mann, der sich selbst strenge Maßstäbe auferlegte. So formulierte er: "Hüte Dich, dass Du nicht ein tyrannischer Kaiser wirst! Nimm einen solchen Anstrich nicht an, denn es geschieht so leicht. [...] Ringe danach, dass Du der Mann bleibst, zu dem Dich die Philosophie bilden wollte." In einer antiken Quelle heißt es über Mark Aurel: "Er hatte nicht das Glück, das er verdienen würde; doch ist vor allem dies zu bewundern, dass er inmitten außergewöhnlicher Schwierigkeiten durchhielt und das Reich durch alle Fährnisse glücklich hindurchsteuerte." und weiter: "Er war großzügig im Belohnen und geneigt zu verzeihen, so machte er die Schlechten gut und die Guten noch besser."

Die Rückseite der Prägung nimmt auf die Bedeutung der Donau als nördliche Grenze des Römischen Imperiums Bezug. Aus strategischen Gründen errichteten die Römer kaum feste Brücken über den Strom ins feindliche Gebiet. Für Flussüberquerungen bauten sie Pontonbrücken aus Booten. Das Münzbild zeigt eine Abordnung römischer Legionäre, bei der ein Zenturio die Donauüberquerung anführt. Derartige Darstellungen sind auch auf Münzen des Mark Aurel oder auf der Säule des Kaisers Trajan in Rom zu sehen.

Ab Mittwoch, dem 13. September, ist die Münze in allen österreichischen Geldinstituten, im Fachhandel sowie im Münze Österreich Shop zum empfohlenen Ausgabepreis von Schilling 429,- (inkl. 10% USt.) erhältlich. Die Auflage ist mit 50.000 Stück streng limitiert. Alle Münzen sind in höchster Qualität "Polierte Platte" geprägt. Die dritte Münze der Serie folgt im kommenden Frühjahr und wird das Heilige Römische Reich zum Thema haben.

100 Schilling-Silbermünze "Die Römer"

aus der Serie "Österreich im Wandel der Zeit"

Prägestätte MÜNZE ÖSTERREICH

Ausgabetag 13. September 2000

Entwurf Thomas Pesendorfer

Feinheit 900 Ag

Feingewicht 18 g

Durchmesser 34 mm

Nominale Schilling 100,-

Auflage max. 50.000 Stück
ausschließlich in der Sonderqualität "Polierte Platte"

Die Münzen der Serie sind gesetzliche Zahlungsmittel der Republik Österreich.
Jede Münze wird im Etui mit nummeriertem Echtheitszertifikat ausgegeben. (Ende)
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