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pts19991012010 in Business

Deutsche Fluglotsen lernen mit Innsbrucker Software

Exporterfolg mit Simulationsprogrammen


Innsbruck (pte) (pts010/12.10.1999/10:00)

Angehende Fluglotsen der Flughäfen Köln/Bonn http://www.airport-cgn.de und Frankfurt http://www.airport-travelnet.de werden künftig auf Simulatoren made in Tyrol ausgebildet werden. Im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) http://www.dlr.de hat die junge Innsbrucker Softwarefirma S & P Simulationstechnik & Projektmanagement http://www.sup.at Towersimulationen für Flughäfen entwickelt. Mit dem Programm made in Tyrol können Fluglotsen An- und Abflugverfahren sowie realistische Gefahrensituationen trainieren.

Das im Vorjahr gegründete Unternehmen hat sich auf die Programmierung und Implementierung von S & P Visual Systemen für Ausbildungssimulatoren im Triebfahrzeugs-, Luftfahrt- und Straßenverkehrssektor spezialisiert. Im Rahmen des DLR-Auftrags erstellte S & P grafische Datenbanken für die Flughäfen Köln/Bonn sowie Frankfurt. Angehende Fluglotsen können damit in Zukunft die Arbeit auf diesen beiden anspruchsvollen Flughäfen üben.

Ausbildungssimulatoren werden in vielen Bereichen angewendet. Ihr entscheidender Vorteil: Sie sparen Zeit und Geld und spielen ihre Stärken vor allem dort aus, wo es darum geht, fiktive Geländesituationen zu simulieren. Der von S & P entwickelte Ausbildungssimulator Rapid Train etwa soll die Einschulung von Lokführern auf Neubaustrecken wesentlich erleichtern. s. auch http://www.pte.at/show.pl.cgi?pta=991001010 Die Entwicklung von Rapid Train wird vom Forschungsförderungsfonds gefördert.

Seine Kompetenz stellt S & P darüber hinaus mit einem Sichtsystem für Kleinflugsimulatoren unter Beweis. Es besteht aus einem virtuellen Flughafen sowie einer selbst entwickelten Runtimesoftware und erreicht eine im Vergleich hohe Abbildungsqualität. "Ist in Konkurrenzprodukten an sämtlichen Kanten ein so genannter Treppeneffekt sichtbar, so werden im S & P Visual System glatte Linien dargestellt, wodurch ein wesentlich realistischerer Eindruck entsteht", beschreibt S & P-Marketingleiter Christian Wiesmayr. Die von S & P entwickelte Software läuft auf PCs und ist die erste, die auf Kleinflugsimulatoren eingesetzt werden, die von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA http://www.faa.gov zertifiziert wurden. Das Sichtsystem wird in Kombination mit Simulatoren der Salzburger Firma Jungwirth in die USA und nach Deutschland exportiert.

Einen Exporterfolg landete die Innsbrucker Softwareschmiede schließlich auch bei der Firma Evans & Sutherland aus Salt Lake City. http://www.es.com Das Unternehmen gehört zu den am Weltmarkt führenden Anbietern von Simulationshardware und kauft graphische Datenbanken vor allem im Militärbereich zu. S & P erhielt in einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für einen Teil einer Datenbank für militärische Taktiktrainer. Die Innsbrucker waren hierbei für die Erstellung der Datenbank von Wales verantwortlich.

In Österreich war das junge Unternehmen an der Schnittstelle von Kunst, Technik und Virtual Reality erfolgreich. So lieferte S & P eine Flugdatenbank für das Ars Electronica Center http://www.aec.at . Hier entstand der Flugsimulator Humphry, in dem eine graphische Datenbank von S & P eingebunden wurde. S & P arbeitete dabei ganz Oberösterreich ein, so dass das gesamte Bundesland nun mit diesem Flugsimulator abgeflogen werden kann. (Ende)
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