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pte20210408002 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Corona: USA "Superspreader" für Fake News

Vor allem Kanadier fallen über soziale Medien reihenweise auf Falschinformationen herein


Corona-Infos: Kanadier tappen oftmals in Fake-News-Falle (Foto: mcgill.ca)
Corona-Infos: Kanadier tappen oftmals in Fake-News-Falle (Foto: mcgill.ca)

Quebec (pte002/08.04.2021/06:05) - Fake News zu COVID-19 breiten sich von den USA in andere Länder aus und unterminieren dort die Bestrebungen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Das gilt insbesondere für Kanada, wo die Bürger über soziale Medien reihenweise in die Fake-News-Falle tappen und unkontrolliert Verschwörungstheorien, falsche medizinische Ratschläge und Meldungen, die das Virus verharmlosen, weiterverbreiten. Das zeigt eine Studie der McGill University http://mcgill.ca , die 200.000 kanadische Twitter-User analysiert hat.

Infodemie kann jedes Land befallen

"Informationen, die in den USA zirkulieren, beeinflussen auch die Kanadier sehr stark. Das trifft vor allem für soziale Medien zu, wo Kanadier zu den stärksten Nutzern zählen", so Studienleiter Aengus Bridgman, PhD-Student an der McGill University. Während der Pandemie zeige dieser Einfluss seine problematische Seite. "Kanadische Journalisten, Wissenschaftler und Experten des Gesundheitswesens tun sich wegen all des Lärms, der von US-Quellen ausgeht, schwer, vom Durchschnittsbürger gehört zu werden", betont der Forscher.

Natürlich habe sich die kanadische Öffentlichkeit schon immer sehr stark an jener des südlichen Nachbarn orientiert. "Im Durchschnitt folgen wir hier den Amerikanern dreimal öfter auf Twitter als umgekehrt und retweeten ihre Meldungen acht Mal so oft", schildert Co-Autor Taylor Owen. Im Grunde habe man es hier aber mit einer Infodemie zu tun, die von den USA ausgehend auch jedes andere Land befallen könnte. "Länder mit Journalisten und politischen Führern, die keine Verschwörungstheorien oder nicht-wissenschaftliche Ansichten befeuern, sind einfach nicht immun gegen diese gefährliche Infodemie", so Bridgman.

"Völlig anderes politisches Klima"

Für ihre Studie haben die Experten das Verhalten von 200.000 der aktivsten kanadischen Twitter-User analysiert und mehrere Umfragen in Bezug auf die Gewohnheiten des Nachrichtenkonsums und die Verbreitung von Corona-Infos und -Einstellungen innerhalb der eigenen Bevölkerung durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass diejenigen Kanadier, die stärker in sozialen Online-Medien präsent sind, wesentlich öfter auf Infos US-amerikanischen Ursprungs vertrauen als auf inländische Nachrichtenquellen. Je öfter sie den Meldungen aus den USA ausgesetzt waren, desto größer war auch die Verbreitung von Falschinformationen zu COVID-19.

"Während es in Kanada einen überparteilichen Konsens im Kampf gegen Corona gibt, herrscht in den USA ein völlig anderes politisches Klima. Südlich der Grenze gibt es eine intensive Polarisierung, was die Gefährlichkeit der Pandemie betrifft. Das führt dazu, dass Falschinformationen von den US-Medien und politischen Entscheidungsträgern weiter bekräftigt werden", fasst Bridgman zusammen.

(Ende)
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