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pte20220112011 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Wirtschaft

Content kostet Medienfirmen 140 Mrd. Dollar

Ausgaben gegenüber Vorjahr um zehn Prozent höher - Weiterer Anstieg bis 2025 erwartet


"Star Wars": Disney setzt auf neuen Content (Foto: disney.com)

San Francisco (pte011/12.01.2022/11:30) - Die neun größten Medien- und Technologieunternehmen werden 2022 die Rekordsumme von 140,5 Mrd. Dollar (rund 124 Mrd. Euro) für Content ausgeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von zehn Prozent, wie der US-Finanzdienstleister Wells Fargo http://wellsfargo.com anhand aktueller Daten feststellt. Die Experten rechnen bis 2025 sogar mit einem weiteren Anstieg auf 172 Mrd. Dollar.

Kostenexplosion Streaming

"Dass die Ausgaben im Content-Bereich steigen, ist den explodierenden Kosten zu verdanken, die das Geschäft im Streaming-Krieg mit sich bringt", erklärt das Branchenblatt "Variety". Einige Investoren würden sich angesichts der jüngsten Entwicklung bereits Sorgen um die Profitabilität der Medienunternehmen machen. "Die Aktien all dieser Firmen haben 2021 einen Boom erlebt. Die Wall Street scheint das nun aber deutlich skeptischer zu sehen", so die Einschätzung.

Vor allem für traditionelle Medienhäuser, die gleichzeitig zu digitalen On-Demand-Angeboten immer noch ein Programm für ihre althergebrachten linearen Kanäle finanzieren müssen, werde die Lage zunehmend schwieriger. "Sie haben keine andere Wahl, als die Ausgaben hochzuschrauben, um mit den großen Tech-Firmen mitzuhalten. Das drückt aber ihre Gewinnspanne", geben die Experten zu bedenken. Ob diese Strategie langfristig aufgeht, sei fraglich, "weil es nunmal nur eine Handvoll globale Player geben kann, die Konsumenten unterstützen werden".

Von Disney bis Warner Bros.

Disney http://disney.com hat angekündigt, 2022 knapp 33 Mrd. Dollar für Content auszugeben. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 25 Mrd. Dollar. Auch bei der wohl bald endgültig fusionierten Konkurrenz von Warner Bros. http://warnerbros.com und Discovery http://discovery.com prognostiziert Wells Fargo für das aktuelle Jahr zusätzliche Ausgaben, die sich auf 22,4 Mrd. Dollar belaufen sollen. Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zu 2021.

(Ende)
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Ansprechpartner: Markus Steiner
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