pte19970923014 in Business
Chile will "Hanta-Virus gemeinsam bekämpfen"
Ganz Südamerika von dem heimtückischen Erreger betroffen
Santiago (pte) (pte014/23.09.1997/21:57)
Chile hat an alle Länder Lateinamerikas appelliert, bei der Bekämpfung des tödlichen Hanta-Virus gemeinsam vorzugehen. Gesundheitsminister Alex Figueroa sagte der Tageszeitung "La Tercera", das Virus-Problem betreffe nicht nur Argentinien und Chile allein, sondern ganz Südamerika. In beiden Ländern sind in diesem Jahr schon 26 Menschen durch das Hanta-Virus gestorben, in Argentinien sind nach offiziellen Angaben über 100 weitere Menschen bereits infiziert. Peru hat inzwischen angeordnet, daß alle aus Chile kommenden Fahrzeuge an der Grenze desinfiziert werden müssen.Das Hanta-Virus wird durch Feldmäuse übertragen und kann durch Mausspeichel, Exkremente oder Nestmaterial auch in den Menschen gelangen. Wissenschaftler schließen inzwischen nicht mehr aus, daß es auch direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Erkrankung verursacht hohes Fieber, akute Atemprobleme und innere Blutungen, die meist tödlich enden. Das Hanta-Virus ist nach dem Hantaan-Fluß in Korea benannt, wo es während des Krieges erstmals nachgewiesen wurde, nachdem 190 US-Soldaten daran gestorben waren.
* Gen für Altersblindheit entdeckt *
Die sogenannte Makuladegeneration, die meist zur Blindheit im Alter führt, ist zumindest teilweise genetisch bedingt. Ein Drittel aller Menschen über 75 leidet unter diesem Absterben des Gelben Flecks, des Sehzentrum auf dem Augenhintergrund. Wie die Zeitschrift "Science" berichtet, spielt eine Mutation des ABCR-Gens eine Schlüsselrolle. Der texanische Augenarzt Richard Lewis vom Baylor College in Houston hatte das Gen zwar schon Anfang des Jahres entdeckt, aber erst jetzt herausgefunden, daß es auch bei der Makuladegenetation im Alter eine Rolle spielt.
Damals wurde sein Fehlen nur für das Stargardt-Syndrom verantwortlich gemacht, das bei Jugendlichen zur Erblindung führt. Neue Medikamente und ein Gentest sollen folgen, um die Erblindung frühzeitig zu erkennen und aufzuhalten. Bislang hatten Ärzte die Makuladegeneration für eine typische Alterserkrankung ohne genetische Ursachen gehalten. (Ende)
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