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pts20000705011 in Business

CD-Hersteller zahlen 3 Mio Mark Schadensersatz für Produktion illegaler CDs

BSA unterbreitet Vorschläge für freiwillige Selbstkontrolle


München (pts011/05.07.2000/10:38)

1,5 Mio Dollar Schadensersatz - rund 3 Mio Mark - erhielt die Business Software Alliance (BSA) in den letzten Wochen von diversen europäischen CD-Herstellern, die in Fälle illegaler Vervielfältigung und Ver- breitung von Software verwickelt waren. Im Rahmen der Schadensersatzvereinbarungen erklärte sich die BSA bereit, die Namen der betroffenen Firmen nicht zu veröffentlichen.

Der europäische Markt wird zunehmend mit illegalen CDs überschwemmt. Dies bedeutet jedes Jahr Millionenschäden für die Softwareindustrie. 1999 beschlagnahmte allein die BSA in Europa über 800.000 gefälschte Datenträger - ein Anstieg um 45 Prozent gegenüber 550.000 im Jahr 1998. Diese CD-ROMs, die üblicherweise von Kriminellen verkauft werden, werden in der Mehrzahl von namhaften und respektierten Unternehmen produziert, die es fahrlässig versäumen, eingehende Kopieraufträge auf ihre Legalität hin zu prüfen.
"Wer auch immer illegale CDs herstellt, verbreitet oder verkauft, geht hohe rechtliche Risiken ein. CD-Hersteller können ebenso wie jedes andere Unternehmen für Verstöße gegen das Urheberrecht zur Verantwortung gezogen werden", erklärt Beth Scott, Director Marketing and Communications bei der BSA Europe.

Die Vervielfältigung digitaler Datenträger ist einer der am stärksten wachsenden Industriezweige in Europa. An 191 Standorten produzieren Unternehmen inzwischen fünf Milliarden Datenträger pro Jahr - im Gegensatz zu einer Milliarde im Jahr 1997. Diese renommierten europäischen Hersteller sind in der einzigartigen Position, illegale Aktivitäten zu unterbinden.

Vor diesem Hintergrund plädiert die BSA für industrieweite Kontrollmechanismen wie Prüfung des Auftraggebers und der Bankverbindung, Inhaltskontrolle der gelieferten Master-CD inklusive verschlüsselter Software, Ablehnung dubioser Aufträge und Codierung der produzierten CDs mit einer Her- stellerkennung.

Es gibt genügend Anlass für die Software-Industrie bei den CD-Herstellern - ihren Lieferanten - mehr Sorgfalt anzumahnen: "CD-Hersteller haben direkten Kontakt zu ihren Kunden und können auf den CDs einen Herstellercode anbringen (SID - Source Identification)", begründet Scott. "Mit diesem Verfahren würde die gesamte Lieferkette für illegale CDs unterbrochen."

BSA Replicator Initiative
Aufgrund der zunehmenden Flut illegaler CDs hat die BSA jetzt eine Replicator-Initiative gestartet, die sich im wesentlichen auf drei Punkte konzentriert:

Kooperation mit anderen Urheberrechtsverbänden - darunter IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), MPA (Motion Picture Association) und IVF (International Video Federation) - sowie den Industriever- bänden der Vervielfältiger, der Hersteller von Produktionsmaschinen und CD-Rohlingen zur Definition geeigneter Prüfmechanismen, die illegale CDs verhindern. Dieses Regelwerk sollte folgende Aspekte umfassen: Prüfung des Auftraggebers und der Bankverbindung, Inhaltskontrolle der gelieferten Master-CD inklusive verschlüsselter Software, Ablehnung dubioser Aufträge und Codierung der produzierten CDs mit einem Herstellerindex.

Enge Zusammenarbeit mit der EU-Kommission in Brüssel zur Implementierung eines allgemein gültigen Verhaltenskodex für CD-Hersteller sowie deren obligatorische Registrierung und Lizenzierung.

Verfolgung und rechtliche Maßnahmen gegen Hersteller, die illegale Datenträger produzieren. Aktuell ermittelt die BSA in Europa in 10 Fällen gegen CD-Hersteller. In jedem dieser Fälle ist der Auftraggeber für die illegalen CDs in einem anderen Land ansässig als der CD-Hersteller.

Sie haben Fragen oder Hinweise auf illegale Software? Wenden Sie sich an unsere gebührenfreie Hotline-Rufnummer 08000-801234.

Informationen zur BSA
Seit 1988 setzt sich der internationale Interessenverband Business Software Alliance (BSA) weltweit für den Schutz von Software als geistiges Eigentum ein. Ziel der BSA ist es, sowohl mit Aufklärungsprogrammen als auch gezielten Strafanträgen der betroffenen Herstellerfirmen, das weltweit grosse Volumen an raubkopierter Software einzudämmen. In diesem Zusammenhang unterstützt der Verband die weltweite Harmonisierung entsprechender Gesetze im Interesse eines freien Technologiehandels.
Weltweite Mitglieder der BSA sind Adobe Systems, Apple Computer, Autodesk, Bentley Systems, CNC Software, Compaq, Corel, IBM, Intel, Intuit, Lotus Development, Macromedia, Microsoft, Network Associates, Novell, Sybase, Symantec und Walker Digital (priceline.com).
BSA-Mitglieder in Österreich sind: Adobe Systems, Apple Computer, Autodesk, Corel, Macromedia, Microsoft, Network Associates und Symantec
BSA-Websites - Österreich: www.bsa.or.at; International: www.bsa.org (Ende)
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