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pte20190410019 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen

Burger King nach Stäbchen-Spot am Pranger

Werbeclip für "vietnamesischen" Burger von 2,7 Mio. Usern in den sozialen Medien kritisiert


Burger mit Stäbchen: Burger King entschuldigt sich (Foto: twitter.com, Kratos)
Burger mit Stäbchen: Burger King entschuldigt sich (Foto: twitter.com, Kratos)

Miami/Wellington (pte019/10.04.2019/12:30) - Die Fast-Food-Kette Burger King http://bk.com hat mit einem rassistischen Werbespot eine heftige Protestwelle im Internet ausgelöst. In dem Video, das auf der neuseeländischen Instagram-Seite des US-Unternehmens gepostet wurde, waren westlich aussehende Männer und Frauen zu sehen, die vergeblich versuchen, den neuen "Vietnamese Sweet Chilli Tendercrisp Burger" mit übergroßen Essstäbchen zu verspeisen. Eine Twitter-Meldung, die den Clip kritisierte, wurde daraufhin von 2,7 Mio. Menschen gelesen. Burger King sah sich gezwungen, die Anzeige wieder zu löschen.

"Nase voll von Rassismus"

"Also, das ist die neue Burger-King-Werbung für einen 'vietnamesischen' Burger. Verstehe, Essstäbchen sind schon ziemlich komisch", so der sarkastische Kommentar von Maria Mo, einer Neuseeländerin, die als einer der ersten Nutzer auf den Spot gestoßen ist. "Ich habe die Nase voll von diesem Rassismus. Auch von dieser Art, die sich über verschiedene Kulturen lächerlich macht", betont sie auf Twitter. Das sehen offensichtlich auch viele andere User so, denn ihre Meldung ging gleich viral und wurde rund um den Globus verbreitet.

"Die Werbeanzeige, um die es hier geht, ist unsensibel und spiegelt in keinster Weise die Werte in Bezug auf Diversität und Inklusion wider, für die unser Unternehmen steht", zitiert das chinesische Nachrichtenportal "Xinhua" aus einem E-Mail-Statement von Burger King. Als man gesehen habe, was hier passiert, habe man den verantwortlichen Franchisenehmer in Neuseeland sofort kontaktiert und dazu aufgefordert, den entsprechenden Clip aus dem Netz zu nehmen.

Unklarer Imageschaden

Burger King ist nicht das erste Unternehmen, das nach der Veröffentlichung rassistischer Werbung den Zorn der Internet-Community zu spüren bekommen hat. Ähnlich erging es etwa auch bereits Nivea (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20170404017 ) oder Coca-Cola (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20151204004 ) - auch hier reagierten die Firmen auf den Shitstorm aus dem Web, entschuldigten sich für die diskriminierenden Inhalte und löschten diese schleunigst wieder, um einen weiteren Imageschaden abzuwenden.

"Im Moment ist noch nicht klar, ob die Aufregung um diesen Zwischenfall längerfristig negative Auswirkungen auf das Marken-Image und die Performance von Burger King haben wird", heißt es in dem Bericht. Auszuschließen sei das aber nicht, denn gerade in asiatischen Ländern wie Vietnam oder China habe die US-Firma stark zu kämpfen, um sich am Markt zu etablieren.



(Ende)
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