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pts20000412011 in Business

Bundeskanzler Schüssel eröffnet Ifabo 2000

Gesamte öffentliche Verwaltung geht ins Internet - Ausbildungsoffensive im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien


Wien (pts011/12.04.2000/09:20)

Ein Bekenntnis zur Stärkung des Messeplatzes Wien legte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ab, der Dienstag abend die Ifabo 2000 eröffnete. Thema der Internationalen Fachmesse für Informations-, Kommunikations- und Bürotechnik, die bis 15. April geöffnet ist, sind "vernetzte Welten".
Jeder achte Österreicher recherchiere bereits im Internet, doch fast 79% der Bevölkerung über 14 Jahre hätten das Netz noch nie benutzt, erklärte der Generaldirektor der Messe Wien, Alfred Waschl, im Rahmen eines Eröffnungsevents zur Ifabo 2000 mit den Kernthemen World Wide Web und E-Commerce. Das Rahmenprogramm der Messe ist heuer "umfangreich wie noch nie", hob der Messe-Chef hervor und nannte als Beispiele das Software Development Village, die Live-Präsentation eines Call Centers und eine Job-Börse. Passend zum Palmsamstag würden an diesem Tag Palmtops präsentiert und verlost.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hakte bei der von Waschl zitierten Aussage der Österreichischen Bundesregierung ein, sie plane, bis zum Jahr 2005 die gesamte Verwaltung über das Internet nutzbar zu machen: Die Verwaltung werde hierdurch effizienter; den Bürgern würden "Formularkram und Warteschlangen bei den Ämtern" erspart.

Informations- und Kommunikationstechnologien erlebten einen Wachstumsboom, setzte der Bundeskanzler fort: Die Zahl der Unternehmen in der Softwareproduktion und -beratung habe sich seit 1990 verdreifacht; die Anzahl der Beschäftigten im Telekom-Sektor sei mit dem zunehmenden Wettbewerb und der Liberalisierung nicht - wie befürchtet worden ist - gesunken, sondern gestiegen.

"Quelle der Wirtschaftsleistungen" in der Informations- und Kommunikationstechnologie sei die "exzellente Ausbildung junger Leute", so Schüssel weiter. Während in Deutschland der Zuzug qualifizierter Mitarbeiter forciert werde, sei es das Ziel der österreichischen Bildungsministerin, "jene jungen Leute selbst auszubilden, die wir in den nächsten Jahren brauchen." Um den Bedarf der Wirtschaft erfüllen zu können, würden in nächster Zeit 6.000 zusätzliche Absolventen von Universitäten und etwa 20.000 von höheren Schulen benötigt.
Der Messestandort Wien solle aufgewertet werden, monierte der Bundeskanzler. Dazu gehöre unter anderem eine "erstklassige Infrastrukturanbindung" und ein Konzept für den ganzen Raum. Bundesregierung und Stadt Wien "wären gut beraten, diesem interessanten Dienstleistungssektor größtes Augenmerk zu schenken", denn "ich möchte erleben, dass uns eines Tages Prag, Budapest oder einige andere Destinationen den Rang abgelaufen haben", schloss Schüssel.

Die Ifabo sei "ein bedeutendes Ereignis für Österreich, aber auch für Europa", hob Richard Mark Soley, Vorsitzender der Object Management Group (USA), hervor. Die Fachmesse habe seit ihrem Bestehen mehrfach ihr Konzept geändert und sei nun "exakt auf Fragen der Software Integration ausgerichtet".

Nach einer Darstellung des Erfolgs von Linux durch SuSE-Gründer Roland Dyroff - die SuSE Linux AG in Nürnberg gehört mit rund 340 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Linux-Systemhäusern - schilderte der deutsche Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx die Auswirkungen des Internet auf soziale Strukturen und Werte: Das Internet habe auf den Konsumenten einen "unmittelbaren emanzipatorischen Einfluss"; der Kunde trete mit dem Hersteller direkt in Verbindung und könne auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Produkte zu günstigen Preisen erwerben. Das Internet sei die "Begleitmusik" zur strukturellen Änderung unserer Arbeitswelt und zu einer neuen Ökonomie, die ein neues Menschenbild erzeuge, erläuterte Horx.

Die Ifabo 2000 auf dem Wiener Messegelände ist bis Samstag, den 15. April täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. (Ende)
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