pte19971202012 in Business
Bundeshebammenakademien droht Schließung
Hebammengremium: Länder sollen Verantwortung wahrnehmen
Wien (pte) (pte012/02.12.1997/19:06)
Das Österreichische Hebammengremium (ÖHG) hat am Dienstag gegen die vom Gesundheitsministerium angekündigte Schließung der Bundeshebammenakademien protestiert. Laut ÖHG darf nach dem Abschluß der laufenden Lehrgänge nur an zwei Akademien noch je ein weiterer Lehrgang geführt werden. Mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen und Kindern sei zu rechnen, wenn die Ausbildung an Hebammen eingeschränkt werde. Die ÖHG fordere aus diesem Grund, die Akademien den Ländern zu unterstellen.Rund 90.000 Gebärende pro Jahr sind per Gesetz verpflichtet, eine Hebamme beizuziehen. Derzeit stehen zur Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett 1500 Hebammen zur Verfügung. Präventionserfolge hinsichtlich Frühgeburtlichkeit, daher auch der kindlichen Mortalität und Morbidität, können durch kontinuierliche Hebammenbetreuung vom Beginn der Schwangerschaft an erzielt werden. Wöchnerinnen werden immer früher aus dem Krankenhaus entlassen. Für die Versorgung bei später auftretenden Problemen (z.B. Stillen, Brust, Rückbildung, Angst und Unsicherheit) besteht Bedarf an freipraktizierenden Hebammen.
Der Personalschlüssel in den Krankenhäusern entspricht laut ÖHG schon jetzt mit 200 Geburten pro Hebamme pro Jahr nicht dem grundlegend berechneten Schlüssel von 100 Geburten pro Hebamme im Jahr. Info: Gaby Sprung, ÖHG, Tel: 01/914 81 28. (Ende)
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