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pte19980119006 in Business

Brunftgesänge eines Dinosauriers hörbar gemacht

Wissenschaftler simulieren Stimmapparat eines "Parasaurolofus"


Albuquerque (pte) (pte006/19.01.1998/12:13)

US-Paläontologen aus Albuquerque, New Mexico, rekonstruierten anhand eines guterhaltenen Schädelfundes die Schreie des Urtiers. Ergebnis: Das Schallsystem produzierte sehr tiefe, langanhaltende "Tonfanfaren".

Er lebte vor etwa 75 Millionen Jahren in den Sümpfen von New Mexiko: Der Parasaurolofus, nun von seinen Entdeckern liebevoll Posaunen-Dino genannt. Bisher lagen nur schlechterhaltene Skelette des elefantengroßen Tieres vor, doch vor zwei Jahren entdeckte der US-Paläontologe Tom Williamson vom Naturhistorischen Wissenschaftsmuseum in Albuquerque einen nahezu vollständig erhaltenen Schädel. In Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Karl Diegert von den Sandia National Laboratories gelang ihm jetzt die stimmliche Wiederauferstehung des vorzeitlichen Ungetüms.

Die Wissenschaftler fertigten dazu eine Computertomographie des kammbewehrten Kopfes an. Sie bildete die Grundlage für ein dreidimensionales Computermodell. "Zunächst dachten wir, Parasaurolofus besitze im Gegensatz zu anderen Dinosauriern relativ simple Resonanzkammern", erklärte Williamson. Sein Schädel schien oben nur eine einfache schlauchförmige Struktur aufzuweisen. Die genaue Untersuchung der Computerdaten belehrte die Forscher eines Besseren. Neben der halbmeterlangen Hauptkammer traten Schleifen zutage, in denen der Schall kreiste, sowie "tote" Gänge , die die Wellen zurückwarfen. Der nächste Schritt bestand in der Berechnung der auftretenden Luftströme.

Das Lungenvolumen konnten die beiden Paläontologen aus den Skelettfunden abschätzen. Ergebnis der komplexen Simulation: Die Echse stieß offenbar langgezogene posaunenähnliche "Fanfaren" aus. Der Dinosaurier verfügte über eine tiefe Stimme und stieß sogar Töne, die der Mensch nicht mehr wahrnehmen kann. Dies bestätigte frühere Annahmen, denn aufgrund seiner Gehörgänge konnte Parasaurolofus solch tiefe Frequenzen vermutlich selbst gut hören. Die rekonstruierten Laute sind via Internet als AIF-, WAV- und RealAudio-Datei abrufbar: http://www.nmmnh-abq.mus.nm.us/nmmnh/soundsandimages.html/ [Quellen: Max Schönherr, Tom Williamson] (Ende)
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