pte19971211009 in Business
Bluttest an Neugeborenen zur Früherkennung von Krebs
Umweltfaktoren müßten identifiziert werden
London (pte) (pte009/11.12.1997/16:45)
Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, umso größer sind die Chancen einer erfolgreichen Behandlung. Dem Ziel, krebsauslösende Mutationen bereits unmittelbar nach der Geburt aufzuspüren, ist jetzt eine deutsch-britische Forschungsinitiative näher gekommen. Genveränderungen, die zu einer bestimmten Form von Blutkrebs führen, konnten die Wissenschaftler in Blutproben nachweisen, die Neugeborenen routinemäßig abgenommen worden waren. Ihre Ergebnisse erscheinen in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences".Bei den betroffenen Kindern war in einem Alter zwischen einem halben und zwei Jahren der Blut-Krebs diagnostiziert worden. Daraufhin nahmen die Wissenschaftler die nach der Geburt entnommenen Blutproben erneut unter die Lupe. Neu an diesen Untersuchungen: Die Nachweismethoden waren empfindlich genug, um die Mutationen - eine nicht-erbliche Verschmelzung zweier Gene - in Proben aufzuspüren, die bis zu fünf Jahre eingefroren waren.
Als geradezu sensationell stufen die Forscher den Nachweis ein, daß in den drei Fällen schon im Mutterleib die Weichen der Krebsentstehung gestellt wurden. "Umweltfaktoren zu identifizieren, die in Schwangeren derartige Erkrankungen auslösen, gebührt in Zukunft unsere verstärkte Aufmerksamkeit", so Professor Mel Greaves von der britischen Arbeiteitsgruppe am "Chester Beatty Laboratories" in London. (Quelle: Martin Roos, Proceedings of the National Academy of Sciences) (Ende)
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