pte20080623013 in Leben
Bimsstein als Zeuge früher Völkerverständigung
Chemischer Fingerabdruck offenbart Handel zwischen Mittelmeeranrainern
Wien (pte013/23.06.2008/11:15)
Mit Hilfe der chemischen Fingerabdrücke von Vulkanausbrüchen und zahlreichen Bimssteinfunden bei archäologischen Grabungen konnten Wissenschaftler am Atominstitut der Technischen Universität Wien http://www.ati.ac.at Verbindungen zwischen den frühen Hochkulturen im östlichen Mittelmeerraum nachweisen. Das schaumige Vulkangestein, das man heute zumeist als Kosmetikbehelf beispielsweise gegen verhornte Fußsohlen verwendet, wurde auch im Altertum als Schleifmittel benutzt. So wird es auch immer wieder bei Grabungen gefunden. Da es jedoch nicht überall Vulkane gibt, war eine rege Handelstätigkeit zwischen den Völkern ausgebrochen, wie Chemiker Georg Steinhauser und seine Kollegen jetzt belegen konnten. "Wir konnten aufdecken, dass Bimsstein als Handelsware vermutlich über den Seeweg Distanzen bis zu 2.000 Kilometer im Mittelmeer zurückgelegt hat. Beispielsweise von der äölischen Insel Lipari nördlich von Sizilien bis nach Palästina", berichtet Steinhauser.
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